Erster Kettenwechsel nach 2250 km

Letzte Woche hatte er sich bereits angekündigt. Bei einer Fahrt von der Arbeit nach Hause konnte ich den größten Gang (11-Ritzel ) nicht mehr einlegen bzw. nach Einlegen sprang die Kette unverzüglich auf das 13-Ritzel über. Wegen „eiernder“ Drehbewegungen des Ritzels, welche ich während der Fahrt beobachten konnte, hoffte ich, dass sich das Ritzel von der Kassette nur gelockert hatte und es nach Arretierung wieder voll funktionstüchtig sein würde. So war es auch. Am Abend hatte ich es wieder festgemacht und tags darauf war ich damit wieder unterwegs.

Allerdings würde es nicht schaden sich mit entsprechenden Ersatzzeilen zu bevorraten. Nach 2000 km und der Kraft des Mittelmotors sollte die Kette bereits abgenutzt sein. Ich bestellte im Internet eine Kette, Kassette und Bremsbeläge. Eine Kettenlehre besorgte ich mir vom Bike-Händler in der Nähe. Wie ich es mir gedacht hatte -> die Kettenlehre fiel ohne Widerstand zwischen die Kettenglieder, was einen Kettentausch zeitnah notwendig macht.

Gestern, wiederum bei der Heimfahrt konnte ich den 10-Gang erneut nicht benutzen. Gestern kam aber auch das Päckchen mit den Ersatzteilen. Das nenne ich Timing!!

Die Reparatur bzw. den Austausch der Ersatzteile konnte ich problemlos durchführen, was mich verblüffte (Irgendwo hakt es doch immer!?). Nachdem ich die Kette auf die gleiche Länge wie die alte Kette um einige Glieder kürzte ließ sie sich mit dem beigefügten MissingLink-Verschlussglied durch Pedaldruck anstandslos schließen. Es folgte der Austausch der Kassette und die Montage der Bremsbeläge der Hinterradbremse. Letzteres war ein wenig fummelig. Den Bremssattel musste ich abmontieren und erst nachdem ich die Kolben komplett versenkt hatte, konnten die Doppelbeläge eingebracht werden.

Zum Schluss der Reparaturarbeiten wollte ich mir noch vordere Kettenblatt ansehen. Wie ist der Zustand? Wie sieht es aus? Kann ich das selbst austauschen? Wie geht das mit dem „Spider“? Brauche ich Spezialwerkzeug? Diese Fragen trieben mich an. ….. und blieben unbeantwortet!!! Da es bereits bei der Demontage der Kurbel scheiterte:

Ich denke ich brauche einen Kurbelabzieher. Aber welchen? Wie geht es dann weiter. Wie löse ich die 4 Schrauben am Kettenblatt? Was ist der Spider?

Vielleicht kann mir jemand aus dem Netz die notwendigen Informationen zur Durchführung der Arbeitsschritte zukommen lassen.

Wäre toll!

Bleibt noch die Berechnung der laufenden Ersatzteilkosten pro 100 km:

80 € Ersatzteilkosten nach 2250 km ergeben durchschnittliche Kosten pro 100 km von 80 € / 22,5 = 3,5 €.

Kosten – Nutzen – Rechnung

Ich wäre kein Schwabe, wenn ich nicht wissen wollen würde, wieviel Geld ich pro gefahrenen Kilometer gegenüber meinem Pkw spare bzw. wie lange es dauern wird bis sich die Investitionen in das E-Bike amortisieren. Also probiere ich es mal. Betrachten möchte ich zuerst einmal nur die offensichtlichen Kostenfaktoren „Energie“ und „Wertverlust pro Km Laufleistung“.

Pro 100 km verbraucht mein Peugeot 207 etwa 6,5 Liter E10. Das E-Bike braucht für die gleiche Strecke 2 Akkuladungen. Das wären also dann 2 mal 612 Wh, also ungefähr 1,3 kWh.

Nun möchte ich die Kilometer abhängige Abnutzung des Autos in Rechnung stellen. Ich nehme an, dass ich den Peugeot etwa 140000 km fahren werde, bevor ich ihn ersetze. Für jeden Kilometer, welchen ich mit dem E-Bike zurücklege, zögere ich folglich die Anschaffungskosten für den Neukauf hinaus und fahre Gewinne ein. Als Berechnungsgrundlage verwende ich die von mir angenommene Laufleistung von 140000 km. Bei einem ursprünglichen Kaufpreis von 15000 € (abzüglich einem Restwert von 1000 €) spare ich folglich 0,1 € für jeden nicht zurückgelegten PKW-Kilometer.

Weitere Aspekte, wie Steuern, Versicherung, Instandhaltung, technische Untersuchungen möchte ich in dieser Rechnung nicht berücksichtigen. Da ich mein Auto vorübergehend nicht stillegen lassen möchte, kann ich bei Steuern und Versicherungen keine Einsparungen ansetzen. Der TÜV wird ebenso fällig, unabhängig von der Laufleistung. Lediglich die Instandhaltung könnte ich noch berücksichtigen. Darauf verzichte ich. Es geht mir in dieser Rechnung nur um einen Richtwert.

Annahmen: 1 Liter E10 kostet 1,2€. 1 kWh kostet 0,25€

Pro 1000 km:

Energiekosten: Auto: 78,00 €

Energiekosten: E-Bike: 3,25€

Abnutzungsersparnis:   Auto: 100,00 €

Pro 1000 km spare ich folglich etwa 175 € Kosten ein. Nach etwa 15000 km hätten sich die Kosten für das E-Bike amortisiert.

Km Ersparnis Anzahl Akku-Vollladezyklen
80 (Pendlerstrecke) 14 2
400 70 10
1000 175 25
2500 437,5 63
5000 875 125
7500 1312,5 188

Ein Richtwert von 175€ pro 1000 km ist für mich mehr als zufriedenstellend und dient zusätzlich als Motivationsschub.

1000 KM

Die ersten 1000 km sind zurückgelegt, Zeit für ein erstes Resümee.

Ziel meines Experiments war und ist es die Alltagstauglichkeit eines Pedelecs bezüglich Berufspendeln von 40 km (einfache Strecke) zu untersuchen. Wegen der relativ weiten Entfernung zur Arbeit und da ich eine Durchschnittgeschwindigkeit von über 30 km/h anstrebte, hatte ich mich vor 5 Monaten für ein schnelles Pedelec entschieden. Damit war aber auch klar dass ich kein Fahrrad mein Eigen nennen durfte, sondern ein Kraftfahrzeug mit Versicherungspflicht. Fahrradwege würde ich folglich nur noch dann benutzen dürfen, wenn sie speziell für Krafträder ausgewiesen sein würden. Innerhalb geschlossener Ortschaften generell nicht. Es hatte einige Zeit und Fahrten gebraucht bis ich die für mich optimale Strecke identifiziert hatte. 40% Landstraße, 30% Radwege, 30% geteerte, für Landwirtschaft freie Straßen. Optimal heißt für mich möglichst wenig stark befahrene Straßen zu benutzen, selbst wenn sich daraus Umwege und „Rechtsunsicherheiten“ ergeben. Denn, was ich sehr schnell gelernt hatte war, dass ein E-Biker im Straßenverkehr von anderen motorisierten Verkehrsteilnehmern nicht wirklich gleichberechtigt wahrgenommen wird. Umso wichtiger ist es vorausschauend zu fahren und generell mit Fehlern anderer zu rechnen. Oft waren (und sind) Autofahrer mit der Einschätzung der Geschwindigkeit eines E-Bikes überfordert. Da wird schnell nochmal bspw. kurz vor einem Kreisverkehr überholt, oder rechts abgebogen ohne den Radweg zu beobachten. Wer als Radfahrer auf sein Recht pocht, liegt am Boden. Je eher der E-Biker das erkennt, umso sicherer und stressfreier ist er unterwegs.

Ursprünglich hatte ich die Hoffnung mit einer einzigen Akku-Ladung den Weg in die Arbeit und zurück zu schaffen. In der niedrigsten Unterstützungsstufe (Eco) ist das zwar möglich, allerdings ist der Kraftaufwand dafür zu groß. Inzwischen benutze ich generell die maximale Motorunterstützung „Power-Sport“, welche den Akku zwar nach etwa 50 km leert, den Fahrspaß allerdings maximiert. Mit wenig körperlicher Anstrengung bis auf knapp 40 km/h beschleunigt zu werden, macht einfach nur Spaß … und süchtig. Um das Ladegerät nicht ständig mit zu führen habe ich mir ein zweites gekauft und auf der Arbeit deponiert. Für eine Strecke benötige ich etwa 1 Stunde und 10 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt irgendwo zwischen 30 und 35 km/h.

Über die hochwertige Ausstattung des Endeavour S10 und das stets sichere Handling habe ich mich bereits in früheren Beiträgen durchwegs positiv geäußert. Das bisweilen nervige Motorknackgeräusch ist fast völlig verschwunden. Geändert habe ich meinen Fahrstil. Rechtzeitig und vorausschauend „runterschalten“, insgesamt harmonisch (rund) treten, bei maximalem Motorunterstützungsgrad.

Fazit: Das Kalkhoff Endeavour S10 erfüllt die Anforderungen an ein Pendler E-Bike zu 100%. Das Preis-Leistungsverhältnis ist optimal. Kauftipp! (vor allem da es Händler mit teilweise erheblichem Rabatt anbieten).

Lobet das E-Bike

Eigentlich wollte ich erst wieder nach zurückgelegten 1000 km einen Zwischenbericht abliefern. Allerdings lief die Fahrt heute so gut, dass ich es mir nicht nehmen lassen will, ein öffentliches Lob für das E-Bike auszusprechen.

Gegen 8 Uhr morgens bin ich gestartet. Später als sonst aber ich musste meine Tochter ausnahmsweise vorher noch zur Schule bringen.

Bei „angenehmen“ 3 Grad fuhr ich los. Dem späten Zeitpunkt geschuldet war relativ wenig Verkehr auf den Straßen. Keine Ampelstaus. Es lief perfekt. Auch hatte ich wegen der milden Temperaturen und der damit höheren Restreichweite öfter als bei meinen früheren Fahrten den Power – Sport – Modus mit der höchsten Motorunterstützung aktiviert. Dieser E-Power und meiner besser werdenden Kondition zum Dank war eine Geschwindigkeit von 40 km die Regel. Machte richtig Spaß. Das E-Bike vermittelt auch bei hohen Geschwindigkeiten stets ein Gefühl der Beherrschbarkeit. Die Magura Bremseinheiten funktionieren tadellos. Die Kurvenlage und Rahmenstabilität ist eine Wucht. Die 10 Gänge der Shimano XT schalten zuverlässig und exakt. Der 350 Watt Motor ist im Power-Sport-Modus beeindruckend durchzugsstark. Ich bin sehr zufrieden.

Die Heimfahrt war ein Gedicht. Ich konnte zum ersten mal den Power-Sport-Modus über die komplette Strecke von 40 km benutzen. Rückenwind und milde Temperaturen zum Dank. Nach gerade mal 1:09 Stunden war ich zu hause. Der Durchschnitt lag bei 35 km/h. Da wird man echt süchtig.

Und das Beste .… die Motorknackgeräusche, von welchen ich regelmäßig stark heimgesucht und begleitet wurde, traten über die ganze Fahrzeit so gut wie nicht auf. Warum auch immer! Ich denke, dass der Power-Sport-Modus eine Erklärung dafür sein könnte. Bei diesem Unterstützungsgrad beschleunigt der Motor fast autonom zu 100 % sehr harmonisch und gleichmäßig, unabhängig ob ich nun starken oder weniger starken Druck auf die Pedale ausübe. Ist schon komisch. Gestern wollte ich das Bike wegen der Motorgeräusche am liebsten zurückgeben. Heute schwärme ich davon.

So muss es weiter gehen.

Hoffen und Bangen – Reparatur erfolgreich ??

Der Wettergott hatte ein Einsehen, und 2 Wochen, nachdem ich das Rad von der Werkstatt wieder zurückbekommen hatte, war ich gestern, am 09.03.16 mit dem Rad auf der Arbeit. Kein Regen, aber dafür Temperaturen um die 0°. Warm eingepackt und aufgrund der langen Durststrecke ohne E-Biken hoch motiviert bin ich mit einer Restreichweite von 60 km im Power-Modus gestartet. Diesen Modus hielt ich bei. In der Arbeit angekommen (nach 40 km) zeigte der Computer lediglich noch 4 km Restreichweite. Wegen der Temperaturen um den Gefrierpunkt wurde folglich die prognostizierte Reichweite von 60 km um 25% geschmälert. Ok, damit kann ich gut leben, vor allem weil ich bei noch kälteren Temperaturen definitiv nicht mit dem Rad unterwegs sein werde.

Die Motor-Knackgeräusche, wegen derer ich das Rad zur Reparatur gebracht hatte, habe ich nach etwa 30 km zum ersten Mal wieder gehört, und zwar bei einem Ampelstart. Ich konnte es nicht glauben. Bei der Heimfahrt hatten die Knackgeräusche nicht so lange auf sich warten lassen. Ab Km 10 waren diese durchgehend zu vernehmen. Bitter!!

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Reparaturauftrag für Motor

Wie bereits angekündigt habe ich dem Händler die Sache mit den Geräuschen via Email geschildert. Zur Lösung des Problems sollte ich das Rad in die Fahrradwerkstadt nach Stuttgart bringen. Dort würde der Motor ausgebaut und innerhalb 24h vom Motorenhersteller Derby Cycle / Daum abgeholt werden. Nach Prüfung und Reparatur / Austausch würde der Motor nach Stuttgart geliefert werden. Es wird eine maximale Bearbeitungszeit von 1,5 Wochen gewährleistet. Hört sich doch gut an. Das Rad ist im Auto verstaut, nach der Arbeit werde ich es zur Werkstatt bringen.

Das Motorgeräusch !!!

Bei der letzten Heimfahrt wurde das Motorgeräusch so laut, dass Fußgänger, welche 50 m entfernt waren, darauf aufmerksam wurden und in meine Richtung blickten. Voll Peinlich 🙁

Dieses „Knattern“ ist bei Fahrtbeginn nicht zu hören. Im Laufe der Fahrt tritt es auf, zuerst kurzfristig, dann länger anhaltend. Im Powermodus, welcher am stärksten unterstützt, am lautesten. Ich habe heute dem Händler eine Email mit dem „Song“ geschickt. Aufgenommen habe ich ihn am Ende meiner Heimfahrt, nach etwa 35 km. Zu diesem Zeitpunkt war das Geräusch bei jeder Beschleunigung zu hören.

2. Versuch im Powermodus

Nach einem Tag physischer und psychischer Regeneration war ich heute bereits wieder unterwegs. Dieses Mal hatte ich die Variante „Power-Modus mit Akku-Laden auf der Arbeit“ gewählt. Um es gleich vorwegzunehmen: So stelle ich mir E-Biken vor. In 1 ¼ Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 35 km/h hatte ich die Strecke in die Arbeit geschafft, dabei körperlich nicht verausgabt. Freue mich schon auf die Heimfahrt bei strahlendem Sonnenschein.

Ach ja, die Motorgeräusche (Quietschen) waren wegen der im Gegensatz zur letzten Fahrt höheren Unterstützungsstufe fast ununterbrochen zu hören. Super nervig. Werde am Wochenende den Dealer kontaktieren, mit der Hoffnung auf schnelle, stressfreie Reparatur bzw. Motorentausch.

Die Heimfahrt, das DESASTER

Bereits beim Losfahren merkte ich dass mir die 40 km vom morgen noch in den Knochen steckten. Meine Strategie war, so viele Kilometer wie möglich im Powermodus zu fahren, um dann die letzten im Sportmodus zu absolvieren. Ab der Hälfte der Strecke, also die letzten 20 km, musste ich dann ausschließlich mit dem Sportmodus vorlieb nehmen. Ab diesem Zeitpunkt schwanden meine Kräfte gänzlich. Ich wurde immer langsamer. Der Impuls Motor unterstützt im Sportmodus eben nur, wenn auch von außen entsprechend getreten wird. Ich kam dann doch noch zu Hause an (im Schneckentempo). Beim letzten Anstieg versagte mir der Akku seine Unterstützung, ich musste schieben. Höchststrafe.

Damit steht nun fest, dass ich bei zukünftigen Fahrten den Akku auf der Arbeit laden werde. Dann hoffe ich sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt mit ausreichend Power versorgt zu werden. Vielleicht erübrigt sich die Zwischenladestrategie mit steigender Kondition im Laufe des Jahres.

Das Motorknackgeräusch war ab und zu wieder mit dabei. Habe im Internet recherchieren können, dass auch andere Impuls 2.0 Radler dieses Problem kennen. Ich möchte noch 2 – 3 Fahrten abwarten, dann das Geräusch aufzeichnen und mich an den Händler wenden.

Für Freitag habe ich die nächste Fahrt zur Arbeit eingeplant. Am Wochenende ist Fahrradputzen angesagt.

Premiere – die erste Fahrt ins Geschäft

Die Wetterprognose versprach die Möglichkeit der ersten Fahrt in die Arbeit bereits Ende Januar. Ab einer Temperatur von 5° morgens wollte ich es wagen. Am 27. Januar war es so weit. Warm eingepackt wie für eine Arktisexpedition (lange Unterwäsche + lange Hose, Rollkragenpullover, Shirt und Jacke, Überschuhe, Handschuhe, Gesichtsmaske), motiviert bis in die Haarspitzen. Der Rad-Computer prognostizierte eine Reichweite von 103 km im Sportmodus. Die erste Erkenntnis nach bereits wenigen Kilometern war, dass der Spiegel absolut notwendig ist. War ich es bisher gewohnt mal kurz den Kopf nach hinten zu drehen, um den Verkehr zu beobachten, hatte ich jetzt die mir folgenden Autos stets gut im Blick. Gibt Sicherheit und erhöht die Aufmerksamkeit. Es läuft …

Nach etwa der Hälfte der Strecke musste ich meiner hohen Geschwindigkeit Tribut zollen. Meine Muskelkraft ließ merklich nach. Oh je, jetzt schon, dachte ich. Also habe ich den Unterstützungsmodus „Power“ aktiviert. Sofort war ich in der Lage meine Geschwindigkeit bei gleicher Belastung um etwa 7 km/h zu erhöhen. Das Problem, welches ich nun aber hatte, war, dass der Akku seine Premiere – die erste Fahrt ins Geschäft weiterlesen