5 0 0 0 km

Ich bin stolz auf mich (Super, Klatschen, Ohle-oleoleoleee) wegen der zurückgelegten 5000 Kilometer und präsentiere heute ein paar Zahlen und Fakten:

– Aktueller km Stand: 5032 km
– Durchschnittsgeschwindigkeit insgesamt: 32,4 km/h
– Benzinkostenersparnis: 390€
– CO2-Ersparnis: 780 kgC02
– 2 Reparaturen (1 Motorwechsel, 1 Motorreparatur)
– Noch kein Reifenwechsel
– 1. Ketten- und Kassettenwechsel bei 2250 km
– 2. Ketten- und Kassettenwechsel noch nicht notwendig
– Hintere Bremsbeläge gewechselt bei 2250 km, nächster Wechsel aktuell fällig
– Vordere Bremsbeläge gewechselt bei 3900 km
– Akku-Anzeige der Restreichweite bei 100% Ladezustand etwa 20% weniger als aktuell (60 km am 09.03.16 gegenüber 48 km heute)
– Akku-Leistung insgesamt etwa um 10% gefallen
– Anzahl Pendlerfahrten 2016 mit dem E-Bike: 60

Es läuft!

Einziger Wermutstropfen sind die Motorreparaturen und das Gefühl dass die letzten beiden nicht die einzigen gewesen sein werden. Nun hoffe ich wenigstens dieses Jahr von einem weiteren verschont zu bleiben. Wie weit sich die Akku-Leistungsfähigkeit in der kommenden kälteren Jahreszeit reduziert bleibt ein weiteres spannendes Thema.

Hurra, ich „ebike“ wieder!!!

Endlich! Am Wochenende konnte ich das Rad von der Werkstatt abholen und gestern (16.08..2016) bin ich nach 3 wöchiger Abstinenz wieder zur Arbeit gependelt. Wider Erwarten wurde der Motor nicht getauscht, sondern lediglich defekte Bauteile ersetzt. Eigentlich wollte ich bereits wieder vor einer Woche pendeln. Auf dem Versandweg der Motoreinheit nach Cloppenburg zu Derby /Cycle kam es allerdings zu Verzögerungen.

Generell möchte ich den professionellen Umgang der Reklamation des Fahrradhändlers mit Sitz bei Dresden und der Aus- und Einbau der Motoreinheit in einer Stuttgarter Werkstatt lobend erwähnen. Stets hatte ich den Eindruck dass mir „geholfen werden wollte“. Die Kommunikation war konstruktiv und zielführend.

Nun aber zur ersten Fahrt. Der Motor schnurrt wie eine Katze. Der Motor ist durchzugsstärker wie vorher. Es kommt mir zumindest so vor, dass die Unterstützungsstufen höhere Schubkraft besitzen. Gestützt werden kann diese These auch durch die gesunkene Restreichweite bzw. angestiegenen Stromverbrauch. Heute Morgen habe ich die Strecke durchgehend im „Power“-Modus zurückgelegt. Fuhr ich vor der Reparatur fast ausschließlich im „Power-Sport“-Modus, weil ich den Schub im „Power“- Modus als zu gering empfand, ist letzterer nun völlig ausreichend. Die Restreichweite von 6 km stützt diese These ebenso. Vor der Reparatur hatte ich nach zurückgelegten 40km im „Power-Sport“-Modus kaum weniger Restreichweite, bei identischen Temperaturen.

Des Weiteren habe ich festgestellt dass sich der Tretwiderstand verstärkt hat, und zwar genau dann wenn man nach einer kurzen Tretpause wieder Fahrt aufnehmen will. Ich spüre dann ein „Ruckeln“ bzw. kurzes Nachschlagen, welches sofort wieder verschwindet. Dieser Widerstand lässt sich auch beim Runterschalten aus hoher Kadenz reproduzieren. In diesem Fall blockt die Kurbel für einen kurzen Moment.

Ich werde es weiter beobachten und berichten.

Jetzt freue ich mich aber erst einmal darüber, dass ich wieder Radeln kann und hoffe auf ein Motor- bzw. Getriebeschaden freies restliches 2016. Bis zum Winter möchte ich noch 2000 km zurücklegen.

Es ist wieder da !!!!

Gestern, am Donnerstag, den 14.07.16, ich war erst 2 km auf der Heimfahrt unterwegs, meldete sich das Motorgeräusch wieder zurück. Eindrucksvoller und lauter als das letzte Mal, und das liegt immerhin bereits 3000 km zurück. Am Fahrradcomputer gibt es eine Balkenanzeige, welche den aktuellen Grad der Motorunterstützung anzeigt. Ab 50% setzt das Geräusch ein, lauter werdend mit wachsendem Unterstützungsgrad. Da ich derzeit fast ausschließlich mit maximaler Unterstützungsstufe unterwegs bin, war der Lärm durchgehend bis nach Hause zu vernehmen. Heute Morgen bei der Fahrt ins Geschäft setzte das Geräusch ebenfalls nach kurzer Zeit ein und blieb die ganze Strecke über vorhanden und sehr laut. Echt Kacke!!!! Ich dachte dass sich das mit dem Motorgeräusch endgültig erledigt hätte, nachdem es über 3000 km nicht mehr aufgetreten war. Sehr merkwürdig. An meinem Fahrstil kann es nicht liegen, ihn habe ich nicht verändert.

Ich hoffe dass es zeitnah wieder verschwindet. Denn ein Dauerzustand ist das nicht!!!!

Nachtrag (20.07.2016): Das Motorknattern (das Geräusch ist vergleichbar mit einer Schar schnatternder Gänse oder dem Betätigen einer Rätsche) verstärkt sich mit der Kraft, mit welcher das Pedal getreten wird. Also habe ich gestern den Versuch unternommen, ausschließlich die zweitstärkste Unterstützungsstufe zu benutzen und die Kraft des Pedaldrucks möglichst gering zu halten. Kaum zu glauben aber bis auf ein paar wenige Bergauf-Passagen konnte ich ohne knattern biken. Allerdings ist das keine dauerhafte Lösung. Die Geschwindigkeit war stets unter 40km/h, Beschleunigungswert katastrophal, Spaßfaktor nicht existent. Bis zum Wochenende möchte ich dieses Experiment noch weiterführen. Falls es dann immer noch nicht möglich ist, den Power-Sport-Modus ohne Geräuschentfaltung zu benutzen, werde ich den Fahrradhändler zwecks Motortausch kontaktieren. Sounddatei folgt.

Nachtrag (21.07.2016): Das Knattern hat sich leider nicht verabschiedet. Im Gegenteil. Heute konnte ich sogar mit absolut defensiver Fahrweise den Lärm kaum verhindern. Ich gebe auf und werde den Händler informieren. Anbei noch 2 Sounddateien, heute aufgenommen, einmal auf der Ebene mit höchstem Unterstützungsmodus und einmal am „Hausberg“ mit „Sport“-Unterstützung.

Der Link von Alex‘ Kommentar ist äußerst interessant. Falls ich den neuen Reparaturservice die kommenden Jahre in Anspruch nehmen muss, werde ich berichten. Ein vereinfachter und effizienter Motorreparaturservice ist bestimmt ein wichtiger Schritt in Richtung Kundenbindung  und Kundenservice.

Nachtrag (22.07.2016): Aus und vorbei. Bin heute Morgen gerade noch so ins Geschäft gekommen. Auf halber Strecke gesellten sich zum Knattern auch starke Vibrationen und das Geräusch loser Getriebeteile dazu. Der Tretwiderstand hat zugenommen, die Leistung abgenommen. Bin dann äußerst vorsichtig weitergefahren, jederzeit damit rechnend, dass der Motor blockiert. Ich denke mal das war’s. Den Fahrradhändler habe ich via Email informiert. Bleibt nur noch die Heimfahrt, äh … 40 km.

Nachtrag (28.07.2016): Irgendwie bin ich dann doch noch nach Hause gekommen. Ich traute mich nur noch die ECO-Unterstützung benutzen, teilweise bin ich ohne Motor gefahren. Hauptsache zu Hause ankommen, war die Devise, egal wie lange es dauert. Wenige Kilometer vor dem Ziel verabschiedete sich der Motor bzw. das Getriebe dann endgültig. Der Computer zeigte 4188 km an. Folglich hat der Motor etwa 3700 km durchgehalten. Das Rad ist inzwischen in der Werkstatt. Reklamation kein Problem. Finde ich super. Im Verkaufsraum war ein Stromer ST1 ausgestellt und … hat schon was, sehr beeindruckend. Vielleicht eine Option für die Zukunft. Zuerst will ich aber den Beweis antreten, dass das Pendeln mit dem Fahrrad (bis auf ein paar wenige Wochen im Winter abgesehen) eine absolut machbare Alternative zum Auto darstellt. Dann wäre der nächste logische Schritt sich vom Auto als Pendlerfahrzeug zu trennen. Durch diese Einsparung wäre die Finanzierung eines High-End E-Bikes ein leichtes. Aber langsam … ein Kurbeltritt nach dem anderen.

Erster Kettenwechsel nach 2250 km

Letzte Woche hatte er sich bereits angekündigt. Bei einer Fahrt von der Arbeit nach Hause konnte ich den größten Gang (11-Ritzel ) nicht mehr einlegen bzw. nach Einlegen sprang die Kette unverzüglich auf das 13-Ritzel über. Wegen „eiernder“ Drehbewegungen des Ritzels, welche ich während der Fahrt beobachten konnte, hoffte ich, dass sich das Ritzel von der Kassette nur gelockert hatte und es nach Arretierung wieder voll funktionstüchtig sein würde. So war es auch. Am Abend hatte ich es wieder festgemacht und tags darauf war ich damit wieder unterwegs.

Allerdings würde es nicht schaden sich mit entsprechenden Ersatzzeilen zu bevorraten. Nach 2000 km und der Kraft des Mittelmotors sollte die Kette bereits abgenutzt sein. Ich bestellte im Internet eine Kette, Kassette und Bremsbeläge. Eine Kettenlehre besorgte ich mir vom Bike-Händler in der Nähe. Wie ich es mir gedacht hatte -> die Kettenlehre fiel ohne Widerstand zwischen die Kettenglieder, was einen Kettentausch zeitnah notwendig macht.

Gestern, wiederum bei der Heimfahrt konnte ich den 10-Gang erneut nicht benutzen. Gestern kam aber auch das Päckchen mit den Ersatzteilen. Das nenne ich Timing!!

Die Reparatur bzw. den Austausch der Ersatzteile konnte ich problemlos durchführen, was mich verblüffte (Irgendwo hakt es doch immer!?). Nachdem ich die Kette auf die gleiche Länge wie die alte Kette um einige Glieder kürzte ließ sie sich mit dem beigefügten MissingLink-Verschlussglied durch Pedaldruck anstandslos schließen. Es folgte der Austausch der Kassette und die Montage der Bremsbeläge der Hinterradbremse. Letzteres war ein wenig fummelig. Den Bremssattel musste ich abmontieren und erst nachdem ich die Kolben komplett versenkt hatte, konnten die Doppelbeläge eingebracht werden.

Zum Schluss der Reparaturarbeiten wollte ich mir noch vordere Kettenblatt ansehen. Wie ist der Zustand? Wie sieht es aus? Kann ich das selbst austauschen? Wie geht das mit dem „Spider“? Brauche ich Spezialwerkzeug? Diese Fragen trieben mich an. ….. und blieben unbeantwortet!!! Da es bereits bei der Demontage der Kurbel scheiterte:

Ich denke ich brauche einen Kurbelabzieher. Aber welchen? Wie geht es dann weiter. Wie löse ich die 4 Schrauben am Kettenblatt? Was ist der Spider?

Vielleicht kann mir jemand aus dem Netz die notwendigen Informationen zur Durchführung der Arbeitsschritte zukommen lassen.

Wäre toll!

Bleibt noch die Berechnung der laufenden Ersatzteilkosten pro 100 km:

80 € Ersatzteilkosten nach 2250 km ergeben durchschnittliche Kosten pro 100 km von 80 € / 22,5 = 3,5 €.

Kosten – Nutzen – Rechnung

Ich wäre kein Schwabe, wenn ich nicht wissen wollen würde, wieviel Geld ich pro gefahrenen Kilometer gegenüber meinem Pkw spare bzw. wie lange es dauern wird bis sich die Investitionen in das E-Bike amortisieren. Also probiere ich es mal. Betrachten möchte ich zuerst einmal nur die offensichtlichen Kostenfaktoren „Energie“ und „Wertverlust pro Km Laufleistung“.

Pro 100 km verbraucht mein Peugeot 207 etwa 6,5 Liter E10. Das E-Bike braucht für die gleiche Strecke 2 Akkuladungen. Das wären also dann 2 mal 612 Wh, also ungefähr 1,3 kWh.

Nun möchte ich die Kilometer abhängige Abnutzung des Autos in Rechnung stellen. Ich nehme an, dass ich den Peugeot etwa 140000 km fahren werde, bevor ich ihn ersetze. Für jeden Kilometer, welchen ich mit dem E-Bike zurücklege, zögere ich folglich die Anschaffungskosten für den Neukauf hinaus und fahre Gewinne ein. Als Berechnungsgrundlage verwende ich die von mir angenommene Laufleistung von 140000 km. Bei einem ursprünglichen Kaufpreis von 15000 € (abzüglich einem Restwert von 1000 €) spare ich folglich 0,1 € für jeden nicht zurückgelegten PKW-Kilometer.

Weitere Aspekte, wie Steuern, Versicherung, Instandhaltung, technische Untersuchungen möchte ich in dieser Rechnung nicht berücksichtigen. Da ich mein Auto vorübergehend nicht stillegen lassen möchte, kann ich bei Steuern und Versicherungen keine Einsparungen ansetzen. Der TÜV wird ebenso fällig, unabhängig von der Laufleistung. Lediglich die Instandhaltung könnte ich noch berücksichtigen. Darauf verzichte ich. Es geht mir in dieser Rechnung nur um einen Richtwert.

Annahmen: 1 Liter E10 kostet 1,2€. 1 kWh kostet 0,25€

Pro 1000 km:

Energiekosten: Auto: 78,00 €

Energiekosten: E-Bike: 3,25€

Abnutzungsersparnis:   Auto: 100,00 €

Pro 1000 km spare ich folglich etwa 175 € Kosten ein. Nach etwa 15000 km hätten sich die Kosten für das E-Bike amortisiert.

Km Ersparnis Anzahl Akku-Vollladezyklen
80 (Pendlerstrecke) 14 2
400 70 10
1000 175 25
2500 437,5 63
5000 875 125
7500 1312,5 188

Ein Richtwert von 175€ pro 1000 km ist für mich mehr als zufriedenstellend und dient zusätzlich als Motivationsschub.

1000 KM

Die ersten 1000 km sind zurückgelegt, Zeit für ein erstes Resümee.

Ziel meines Experiments war und ist es die Alltagstauglichkeit eines Pedelecs bezüglich Berufspendeln von 40 km (einfache Strecke) zu untersuchen. Wegen der relativ weiten Entfernung zur Arbeit und da ich eine Durchschnittgeschwindigkeit von über 30 km/h anstrebte, hatte ich mich vor 5 Monaten für ein schnelles Pedelec entschieden. Damit war aber auch klar dass ich kein Fahrrad mein Eigen nennen durfte, sondern ein Kraftfahrzeug mit Versicherungspflicht. Fahrradwege würde ich folglich nur noch dann benutzen dürfen, wenn sie speziell für Krafträder ausgewiesen sein würden. Innerhalb geschlossener Ortschaften generell nicht. Es hatte einige Zeit und Fahrten gebraucht bis ich die für mich optimale Strecke identifiziert hatte. 40% Landstraße, 30% Radwege, 30% geteerte, für Landwirtschaft freie Straßen. Optimal heißt für mich möglichst wenig stark befahrene Straßen zu benutzen, selbst wenn sich daraus Umwege und „Rechtsunsicherheiten“ ergeben. Denn, was ich sehr schnell gelernt hatte war, dass ein E-Biker im Straßenverkehr von anderen motorisierten Verkehrsteilnehmern nicht wirklich gleichberechtigt wahrgenommen wird. Umso wichtiger ist es vorausschauend zu fahren und generell mit Fehlern anderer zu rechnen. Oft waren (und sind) Autofahrer mit der Einschätzung der Geschwindigkeit eines E-Bikes überfordert. Da wird schnell nochmal bspw. kurz vor einem Kreisverkehr überholt, oder rechts abgebogen ohne den Radweg zu beobachten. Wer als Radfahrer auf sein Recht pocht, liegt am Boden. Je eher der E-Biker das erkennt, umso sicherer und stressfreier ist er unterwegs.

Ursprünglich hatte ich die Hoffnung mit einer einzigen Akku-Ladung den Weg in die Arbeit und zurück zu schaffen. In der niedrigsten Unterstützungsstufe (Eco) ist das zwar möglich, allerdings ist der Kraftaufwand dafür zu groß. Inzwischen benutze ich generell die maximale Motorunterstützung „Power-Sport“, welche den Akku zwar nach etwa 50 km leert, den Fahrspaß allerdings maximiert. Mit wenig körperlicher Anstrengung bis auf knapp 40 km/h beschleunigt zu werden, macht einfach nur Spaß … und süchtig. Um das Ladegerät nicht ständig mit zu führen habe ich mir ein zweites gekauft und auf der Arbeit deponiert. Für eine Strecke benötige ich etwa 1 Stunde und 10 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt irgendwo zwischen 30 und 35 km/h.

Über die hochwertige Ausstattung des Endeavour S10 und das stets sichere Handling habe ich mich bereits in früheren Beiträgen durchwegs positiv geäußert. Das bisweilen nervige Motorknackgeräusch ist fast völlig verschwunden. Geändert habe ich meinen Fahrstil. Rechtzeitig und vorausschauend „runterschalten“, insgesamt harmonisch (rund) treten, bei maximalem Motorunterstützungsgrad.

Fazit: Das Kalkhoff Endeavour S10 erfüllt die Anforderungen an ein Pendler E-Bike zu 100%. Das Preis-Leistungsverhältnis ist optimal. Kauftipp! (vor allem da es Händler mit teilweise erheblichem Rabatt anbieten).

Lobet das E-Bike

Eigentlich wollte ich erst wieder nach zurückgelegten 1000 km einen Zwischenbericht abliefern. Allerdings lief die Fahrt heute so gut, dass ich es mir nicht nehmen lassen will, ein öffentliches Lob für das E-Bike auszusprechen.

Gegen 8 Uhr morgens bin ich gestartet. Später als sonst aber ich musste meine Tochter ausnahmsweise vorher noch zur Schule bringen.

Bei „angenehmen“ 3 Grad fuhr ich los. Dem späten Zeitpunkt geschuldet war relativ wenig Verkehr auf den Straßen. Keine Ampelstaus. Es lief perfekt. Auch hatte ich wegen der milden Temperaturen und der damit höheren Restreichweite öfter als bei meinen früheren Fahrten den Power – Sport – Modus mit der höchsten Motorunterstützung aktiviert. Dieser E-Power und meiner besser werdenden Kondition zum Dank war eine Geschwindigkeit von 40 km die Regel. Machte richtig Spaß. Das E-Bike vermittelt auch bei hohen Geschwindigkeiten stets ein Gefühl der Beherrschbarkeit. Die Magura Bremseinheiten funktionieren tadellos. Die Kurvenlage und Rahmenstabilität ist eine Wucht. Die 10 Gänge der Shimano XT schalten zuverlässig und exakt. Der 350 Watt Motor ist im Power-Sport-Modus beeindruckend durchzugsstark. Ich bin sehr zufrieden.

Die Heimfahrt war ein Gedicht. Ich konnte zum ersten mal den Power-Sport-Modus über die komplette Strecke von 40 km benutzen. Rückenwind und milde Temperaturen zum Dank. Nach gerade mal 1:09 Stunden war ich zu hause. Der Durchschnitt lag bei 35 km/h. Da wird man echt süchtig.

Und das Beste .… die Motorknackgeräusche, von welchen ich regelmäßig stark heimgesucht und begleitet wurde, traten über die ganze Fahrzeit so gut wie nicht auf. Warum auch immer! Ich denke, dass der Power-Sport-Modus eine Erklärung dafür sein könnte. Bei diesem Unterstützungsgrad beschleunigt der Motor fast autonom zu 100 % sehr harmonisch und gleichmäßig, unabhängig ob ich nun starken oder weniger starken Druck auf die Pedale ausübe. Ist schon komisch. Gestern wollte ich das Bike wegen der Motorgeräusche am liebsten zurückgeben. Heute schwärme ich davon.

So muss es weiter gehen.

Hoffen und Bangen – Reparatur erfolgreich ??

Der Wettergott hatte ein Einsehen, und 2 Wochen, nachdem ich das Rad von der Werkstatt wieder zurückbekommen hatte, war ich gestern, am 09.03.16 mit dem Rad auf der Arbeit. Kein Regen, aber dafür Temperaturen um die 0°. Warm eingepackt und aufgrund der langen Durststrecke ohne E-Biken hoch motiviert bin ich mit einer Restreichweite von 60 km im Power-Modus gestartet. Diesen Modus hielt ich bei. In der Arbeit angekommen (nach 40 km) zeigte der Computer lediglich noch 4 km Restreichweite. Wegen der Temperaturen um den Gefrierpunkt wurde folglich die prognostizierte Reichweite von 60 km um 25% geschmälert. Ok, damit kann ich gut leben, vor allem weil ich bei noch kälteren Temperaturen definitiv nicht mit dem Rad unterwegs sein werde.

Die Motor-Knackgeräusche, wegen derer ich das Rad zur Reparatur gebracht hatte, habe ich nach etwa 30 km zum ersten Mal wieder gehört, und zwar bei einem Ampelstart. Ich konnte es nicht glauben. Bei der Heimfahrt hatten die Knackgeräusche nicht so lange auf sich warten lassen. Ab Km 10 waren diese durchgehend zu vernehmen. Bitter!!

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Reparaturauftrag für Motor

Wie bereits angekündigt habe ich dem Händler die Sache mit den Geräuschen via Email geschildert. Zur Lösung des Problems sollte ich das Rad in die Fahrradwerkstadt nach Stuttgart bringen. Dort würde der Motor ausgebaut und innerhalb 24h vom Motorenhersteller Derby Cycle / Daum abgeholt werden. Nach Prüfung und Reparatur / Austausch würde der Motor nach Stuttgart geliefert werden. Es wird eine maximale Bearbeitungszeit von 1,5 Wochen gewährleistet. Hört sich doch gut an. Das Rad ist im Auto verstaut, nach der Arbeit werde ich es zur Werkstatt bringen.

Das Motorgeräusch !!!

Bei der letzten Heimfahrt wurde das Motorgeräusch so laut, dass Fußgänger, welche 50 m entfernt waren, darauf aufmerksam wurden und in meine Richtung blickten. Voll Peinlich 🙁

Dieses „Knattern“ ist bei Fahrtbeginn nicht zu hören. Im Laufe der Fahrt tritt es auf, zuerst kurzfristig, dann länger anhaltend. Im Powermodus, welcher am stärksten unterstützt, am lautesten. Ich habe heute dem Händler eine Email mit dem „Song“ geschickt. Aufgenommen habe ich ihn am Ende meiner Heimfahrt, nach etwa 35 km. Zu diesem Zeitpunkt war das Geräusch bei jeder Beschleunigung zu hören.