„Power“ – Test

Wie bereits angekündigt wollte ich heute die Strecke zur Arbeit ausschließlich in der „Power“-Stufe bewerkstelligen. Anschließend die Tour-Daten beider Unterstützungsstufen „Sport“ und „Power“ vergleichen. Allerdings waren die äußeren Bedingungen ungünstig. Ein für diese Uhrzeit (6:30) ungewöhnlich starker Westwind machte mir einen Strich durch die Rechnung. Gestern hingegen hatte ich bei meinem „Sport“ – Test leichten Rückenwind. So war es auch nicht verwunderlich, dass ich nach 30 km, also 10 km vor dem Ziel, bei einer verbleibenden Restreichweite von eben auch nur noch 10 km meinen Versuch beendete und sicherheitshalber den „Sport“- Modus aktivierte. Am Freitag werde ich das Experiment wiederholen.

Distanz: 41,0 km
Höhenmeter: 250 m
Dauer: 78 min
Durchschnitt: 31,3 km/h
Restreichweite: 0 km

Freitag, 26.05.2017

Heute Morgen waren die Bedingungen besser. Kaum Wind, trocken und Temperatur von etwa 12° Celsius waren ideal. Ich bin mit einer Restreichweite von exakt 0 km im Geschäft angekommen. Allerdings nur, weil ich alles andere als sportlich, eher stromsparend fuhr. Mit relativ geringer Kadenz (70 Umdrehungen) und möglichst wenig Druck auf die Pedale konnte ich die Kraftunterstützung bei maximal 4 Balken, also 80%, halten. Das heißt aber doch jetzt, dass der „Power“-Modus im neuen Motor dynamischer bzw. verbrauchsintensiver abgestimmt ist als der „Power“-Modus des alten Motors. Oder aber dass die Akkuleistung über die Monate stark nachgelassen hat. Wahrscheinlich trifft beides zu. Im letzten Frühjahr konnte ich im Power-Modus noch volle Pulle in die Pedale treten und hatte, im Geschäft angekommen, immer noch Restreichweiten von über 10 km.

Distanz: 41,0 km
Höhenmeter: 250 m
Dauer: 74 min
Durchschnitt: 33,1 km/h
Restreichweite: 0 km

„Sport“- Test

Wie bereits beschrieben, glaube ich, dass sich beim 2.2 die Kraftentwicklung innerhalb der Unterstützungsstufen gegenüber dem Impuls 2.0 verändert hat. Generell haben alle Stufen mehr Drehmoment, so mein Eindruck. Heute Morgen habe ich mich dazu entschieden den Weg zur Arbeit ausschließlich im Sport-Modus zu fahren. Wenn ich mich nicht sehr täusche wäre das beim alten Motor nur unter sehr starkem Kraftaufwand möglich gewesen. Heute hingegen war ich überrascht wie „leicht“ es ging. Bei einer durchschnittlichen Kadenz von 60 bis 70 Umdrehungen / Minute zeigte der Radcomputer 3 von 5 möglichen Unterstützungsbalken an. Dabei bewegte ich mich auf der Ebene mit etwa 30 bis 35 km/h fort, bei normalem Kraftaufwand, also relativ entspannt. Nur einmal hatte ich für etwa 300 Meter den Power-Modus aktiviert. Bei identischer Kadenz und Kraftaufwand erhöhte sich die Anzahl der Unterstützungsbalken auf 4 bis 5. Die Leistungssteigerung war enorm.

Distanz: 41,0 km
Höhenmeter: 250 m
Dauer: 81 min
Durchschnitt: 30,4 km/h
Restreichweite: 19 km

Impuls 2.2

Heute Morgen bin ich nach einer gefühlten halben Ewigkeit endlich wieder ins Geschäft geradelt. Der neue Motor mit der Bezeichnung Impuls 2.2 arbeitete einwandfrei, keine Knack- oder Schleifgeräusche waren zu vernehmen. Bereits nach den ersten Metern war mir die im Gegensatz zum alten Impuls 2.0 stärkere Kraftentfaltung auf der 2-stärksten Unterstützungsstufe „Power“ aufgefallen. Nie hatte ich das Bedürfnis auf die maximale Unterstützungsstufe zu wechseln. Ich konnte ohne nenneswerten Kraftaufwand die Geschwindigkeit jenseits der 40 km/h halten. Ok, mit leichtem Rückenwind. Nach etwa der Hälfte der Strecke machte sich diese Erkenntnis auch beim Stromverbrauch bemerkbar. Der „Power“ – Modus hatte fast die Hälfte der Akkukapazität „gefressen“, was beim alten Motor definitiv nicht der Fall gewesen wäre. Ich schließe daraus, dass sich die Abstufungen der Drehmomentleistung auf die 4 Unterstützungsstufen geändert haben. Um Strom zu sparen bin ich vorsichthalber ein paar Kilometer im Unterstützungsstufe „Sport“ gefahren, bevor ich dann den letzten Streckenabschnitt wieder mit „Power“ absolvierte. Ich habe es sehr genossen.

Distanz: 40,9 km
Höhenmeter: 250 m
Dauer: 76 min
Durchschnitt: 35,3 km/h
Restreichweite: 0 km

Nachtrag 23.05.17: Die Durchschnittsgeschwindigkeit von  35,3 km/h kann nach den oben veröffentlichten Werten nicht korrekt sein. Da ist mir ein Fehler unterlaufen. Werde den Test am Mittwoch wiederholen.

Motordefekt – Nr. 3

Nachdem ich die ersten 1000 km in diesem Jahr zurückgelegt hatte war es leider wieder so weit. Die Knackgeräusche, der Tretwiderstand und das „Ritzelgeklappere“ im Getriebe nahmen bei der Fahrt am 13.04. morgens ins Geschäft derart zu, dass ich noch am selben Tag mit Händler und Werkstatt Kontakt wegen eines Reparaturtermins aufgenommen hatte. Am 18.04, nach den Osterfeiertagen, brachte ich es nach Stuttgart in die Werkstatt.

Obwohl ich mit einem Motordefekt bereits gerechnet hatte, und obwohl die Reparatur vom Händler anstandslos in Arbeit gegeben wurde, bin ich doch richtig enttäuscht. Zum einen, weil ich nun wieder mehrere Wochen auf das E-Bike verzichten muss, zum anderen, weil ich mit meiner Prognose über die Haltbarkeitsdauer von etwa 4000 km richtig lag. Was bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Defekts noch in diesem Jahr hoch ist. Wie soll das weitergehen? Selbst, wenn über die gesetzliche Garantiefrist hinaus zukünftige Motorreparaturen zu Lasten des Herstellers abgerechnet werden könnten, habe ich doch stets das Gefühl ein nicht einwandfreies Gefährt zu besitzen. Verkaufen? Ja, aber wer kauft ein E-Bike mit dieser Historie, bzw. wer möchte dafür Geld zahlen? Kann ich vom Rückgabe- bzw. Wandlungsrecht Gebrauch machen? Oh Mann!

Mit all diesen Fragen wollte ich mich nie beschäftigen. Ich wollte nur das Auto gegen ein S-Pedelec tauschen. Jeder, dem ich von meinen Erfahrungen erzähle, hat nur ein „Ja, ja, dachte ich mir schon, E-Motor nicht ausgereift“ übrig. Wasser auf die Mühlen derer, welche Elektromobilität ablehnen oder skeptisch gegenüberstehen.

Jetzt kann ich erst mal nur abwarten, und hoffen, dass nach einem Motortausch das Problem endgültig beseitigt sein wird. Vielleicht gibt es eine neue Hard- und / oder Software. Oder einfach nur ein Wunder.

Ich werde weiter berichten. Den derzeitigen Ampelstatus meines Experiments „E-Biken als Alternative zum Auto“ muss ich leider von Grün auf Dunkel-Gelb abändern.

Update, 08.05.2017, 3 Wochen nach Rückgabe des E-Bikes: Habe beim Händler nach dem Stand der Reparatur nachgefragt. Die Antwort war alles andere als hoffnungsvoll: „Der Motor ist aktuell im Rückstand beim Lieferanten!“

Was heißt das konkret? Warum ist der Impuls 2.0 im Rückstand? Toll!

Update, 12.05.2017: Über Elektrofahrrad24 habe ich die Information erhalten, dass die erwartete Charge neuer Impulse-Motoren bei Derby/Cycle eingetroffen ist. In wenigen Tagen sollte der Motortausch über die Bühne gegangen sein. Außerdem würde eine schriftliche Bestätigung zur Garantieerweiterung des Motors um weitere 2 Jahre beiliegen.

Das sind gute Nachrichten!

Update 17.05.2017:  Hurra, hurra das E-Bike das ist da! Gestern Abend kam via SMS die erfreuliche Nachricht. Heute, in der Mittagspause gleich hingefahren, eine kurze Testrunde gedreht und ins Auto eingeladen.

Habe mich anschließend noch mit dem sehr freundlichen und kompetenten Personal über die neuesten Entwicklungen im S-Pedelec-Bereich ausgetauscht. Reichweitenverlängerung (2. Akku), Riemenantrieb, Bremslicht, Fern- und Abblendlicht. Sehr interessant. Da bekommt man sehr schnell Lust auf mehr (Diamant Zouma Elite, Charger von R+M).

Aber jetzt bin ich erst mal sehr froh darüber wieder ein fahrtüchtiges E-Bike mit neuem Motor Impuls 2.2 zu besitzen. Derby Cycle gewährt eine 2-jährige Garantie auf den Motor. Das ist sehr löblich zu erwähnen. Allerdings hoffe ich dass die Probleme mit dem neuen Release 2.2 endgültig behoben sind und ich diese Gewährleistung nicht benötige.

Freue mich auf morgen früh.

I am Back

Fast 3 Monate nach dem Sturz waren beide Handgelenke einigermaßen wieder hergestellt und ich wagte den ersten „Ritt“ ins Geschäft. Nachdem es die Tage vorher bereits trocken war und der Wetterbericht für Donnerstag bestes Frühlingswetter vorausgesagt hatte, wollte ich es unbedingt versuchen. Und es verlief ohne Komplikationen. Am Unfallort blieb ich kurz stehen, Gedenkminute quasi, und gab mir das Versprechen nie wieder bei miserabler Witterung mit dem E-Bike unterwegs zu sein. Ich fuhr weiter und bis auf die Tatsache dass das „Runterschalten“ mit dem rechten Daumen schmerzte, verlief die Tour ohne nennenswerte Auffälligkeiten. Allerdings war ich am Ziel ganz schön fertig. Der wegen der niedrigen Temperatur reduzierten Akkuleistung wegen fuhr ich nicht mit stärkster Motorunterstützung und so machte sich die im Winter verloren gegangene Kondition bemerkbar.

Tags darauf war ich erneut mit dem Rad im Geschäft. Den Unfallort hatte ich dabei gedankenlos passiert, Routine eben …

Ach ja, die Knackgeräusche, welche bereits im Dezember wieder aufgetreten waren, haben sich verstärkt. Ich schätze dass die nächste Motorreparatur noch vor Ostern anstehen wird.

Es gibt schlimmeres!

Der Sturz

Mit der Abschlussfahrt am 23.12. wollte ich die 7000-er Marke knacken. Laut Wetterbericht sollte es teilweise glatt sein, bei Temperaturen von 1 – 9 Grad. Keine optimalen Voraussetzungen. Nachdem ich die ersten Kilometer ohne erkennbare Beeinträchtigung wegen Glätte zurückgelegt hatte, habe ich vermutlich unterbewusst den „keine Gefahr Schalter“ umgelegt und bin wie immer zügig  drauf los geradelt. Ein zu überquerender Kreisverkehr wurde mir zum Verhängnis. Bis ich kapierte, wie mir geschah, war es auch schon zu spät und mein Körper schlug auf der Fahrbahn auf. Sofort verspürte ich Schmerzen in beiden Handgelenken. Wie von der Tarantel gestochen stand ich auf, als ob ich dadurch den Sturz ungeschehen machen könnte. Keine Chance.

Einige Stunden später wurden aufgrund der Bilder vom CT Brüche und Prellungen in beiden Handgelenken diagnostiziert. Einer OP musste ich mich glücklicherweise nicht unterziehen lassen. Seither sind beide Hände in Gips.

Was bleibt: ungläubiges Kopfschütteln, schmerzhafte Erinnerungen und die Erfahrung der Verwundbarkeit.

Rückblick auf mein erstes „elektrisches“ Jahr 2016

Vor einem Jahr hatte ich mir ein S-Pedelec zugelegt. Warum? Gesünder leben, Geld sparen, ökologischen Fußabdruck verkleinern, keine Staus, weniger Stress, Natur erleben …. Ich hatte den Eindruck diesen Schritt versuchen zu müssen. Mit dem Rad zur Arbeit bin ich zwar schon vorher gefahren, aber wegen der Entfernung von 40 km waren es doch überschaubar wenige Fahrten. Mit elektrischer Unterstützung  sollte es aber nicht die Ausnahme bleiben, sondern zur Regel werden.

Um es vorwegzunehmen, es wurde die Regel. Ich habe bis jetzt 7000 km zurückgelegt, und es macht Spaß. Nach den ersten Wochen hatte ich den Dreh raus. Das allabendliche Vorbereiten der Klamotten, das Laden des Akkus, die Überprüfung und Instandhaltung des Bikes wurden zur Routine. Nach und nach optimierte ich die Strecke in Bezug auf Länge und Ergonomie. Außerhalb geschlossener Ortschaften gab ich Radwegen den Vorzug. Insgesamt bin ich 94 Mal mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Derzeit allerdings fahre ich kaum, bei Minustemperaturen lasse ich es bleiben. Etwa 550€ an Benzinkosten konnte ich einsparen. Wenn ich die im Beitrag „Kosten-Nutzen-Rechnung“ berechnete Auto-Abnutzungsersparnis von 0,1€/km zusätzlich berücksichtige, hätte ich folglich weitere 700€ indirekt eingespart. Na ja, darüber lässt sich bestimmt trefflich streiten. Macht aber nichts. Sicher ist, dass ich neben den bereits oben beschriebenen Vorteilen zusätzlich noch Geld spare. Und das nicht zu knapp.

Nun zum Kalkhoff Endeavour S10. Ich hatte es mir wegen des meiner Meinung nach guten Preis / Leistungsverhältnisses gekauft. Es war das 2015er Modell, war also nicht das neueste und so kam ich in den Genuss eines nicht unerheblichen Preisnachlasses. Ich muss gestehen dass ich mir relativ wenige bis gar keine Gedanken über die Motorvarianten (Mittelmotor, Nabenmotor, Bosch, Impuls, Yamaha usw.) gemacht hatte. Ich wollte erstmal nicht zu viel Geld investieren. Allerdings sollte der Akku die Strecke zur Arbeit bewältigen. Der Impuls-Motor versprach dies mit seinen 350 Watt Leistung und einer Akkukapazität von 612 Wh zu bewältigen.

Richtig Spaß macht das Endeavour S10 im „Power+Sport“-Modus, das ist der höchste von 4 zur Verfügung stehenden Unterstützungsmodi. Die Reichweite beträgt im Sommer um die 40 km. Folglich hatte ich relativ schnell ein 2. Ladegerät geordert und im Geschäft zum Nachladen deponiert. Somit konnte ich im Sommer stets volle Pulle powern, und zur kälteren Jahreszeit zumindest noch 80% der Wegstrecke.

Der Verschleiß an Material und Reifen hielt sich meiner Meinung nach in akzeptablen Grenzen. Kette, Kassette und Bremsbeläge müssen so etwa alle 3000 km gewechselt werden. Dieser Wert scheint mir für einen Mittelmotor in Ordnung zu sein. Den Hinterradreifen hatte ich erst nach knapp 6500 km gewechselt. Bremsen von Magura (M5), Schaltkomponenten von XT, alles super. Rahmen- und Fahrstabilität passt. Das Vorderlicht sollte meiner Meinung nach durch ein stärkeres ersetzt werden oder durch eine Helmlampe oder ähnliches verstärkt werden. Gerade bei Regen, Nässe oder Nebel bei Morgengrauen und bei Abenddämmerung fühlte ich mich „verloren“.

Ich hatte dieses Jahr 2 Motor- bzw. Getriebeschäden zu beklagen! Außerdem einen Defekt an der Hinterradfelge. Die Schäden wurden im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistungsfrist behoben, durch Reparatur oder Austausch. Während der Reparaturzeiten musste ich das Auto für meine täglichen Fahrten zur Arbeit benutzen. Und das nervte, ohne Ende. Alternativ mit den Öffentlichen zu fahren wäre wegen der Verbindungsdauer von 1:45 Std. auch kein Vergnügen gewesen.

Fazit: Ich habe den Kauf des S-Pedelecs in keiner Sekunde bereut, im Gegenteil, es hat meinen Alltag bereichert. Das Experiment ist gelungen. Das Auto hat an Wahrnehmung und Bedeutung für mich verloren. Ich möchte dazu ermuntern es mir gleich zu tun und dem Fahrrad mit oder ohne Hilfsmotor im Alltag eine größere Rolle zu schenken.

Ausblick: Nächstes Jahr werde ich bestimmt nicht weniger mit dem E-Bike pendeln, eher öfter. Ob ich mich von meinem Auto trennen werde und ich den mobilen Alltag gänzlich mit Rad oder den Öffentlichen bestreiten werde, kann ich jetzt noch nicht sagen. Reizen würde mich dieser Schritt sehr. Allerdings würde ich mir dann als Ersatz bei zukünftigen „Boxenstopps“ (ich befürchte dass der letzte Motor/Getriebedefekt nicht der letzte gewesen sein wird) ein Zweites E-Bike leisten wollen. Lust dazu hätte ich sehr. Schon jetzt „wälze“ ich täglich die Internetseiten der S-Pedelec-Hersteller.

!Guten Rutsch und ein gesundes 2017!

Unfreiwilliger Boxenstopp

Letzten Freitag bei der Heimfahrt, speziell bei langsamen Passagen, bemerkte ich dieses schwammige Fahrgefühl, regelmäßig, pro Radumlauf. Wie sich zu Hause herausstellte, war die Ursache nicht, wie zuerst vermutet, ein Speichenbruch, sondern die Felge. 2 Ösen hatten sich von der Hinterradfelge gelöst, die Speichen hingen ohne Spannung durch. Suuuuuper! Ist das nach 6800 km auf einfachem Terrain normal? Am Wochenende habe ich mich dann erst einmal darüber informiert, ob eine Reparatur sinnvoll und durchführbar ist und was ein neues Laufrad kostet und vor allem wo ich ein solches am schnellsten her bekomme. Ein Fahrradhändler in Göppingen bestätigte meine Befürchtung mit der Aussage „die Felge ist durch!“.

Nun gibt es zwar haufenweise Laufräder zu kaufen, allerdings darf ein S-Pedelec nicht mit jeder x-belieben Felge ausgerüstet werden, so glaube ich. Es muss eine Hohlraumfelge sein, sie sollte stabil, 2-fach geöst und mit entsprechend starken Speichen und Nippeln gespannt sein.

Da ich nicht genau weiß, ob mit dem Einbau einer anderen als vom Hersteller verwendeten Felge die Betriebserlaubnis erlischt oder, was noch viel schlimmer wäre, ich mich durch einen Felgenbruch in unmittelbare Gefahr für Leib und Leben bringe, habe ich meine Recherchen nun erst einmal beendet und mich an meinen Händler gewandt, mit der Bitte das Laufrad im Rahmen der Gewährleistung zu ersetzen. Eine Antwort steht noch aus.

Ist echt bitter. Da zeigt sich der November von seiner schönsten Seite, milde Temperaturen, trocken, und was mache ich? Ich benutze das Auto, echt ätzend. Falls ich mich nächstes Jahr tatsächlich von diesem trennen werde, kann und möchte ich mir solche „Pausen“ nicht mehr leisten. Ich würde zwar aktuell auch nicht bei jedem Wetter im Herbst und Winter mit dem E-Bike pendeln, aber 2 mal die Woche wären realistisch, sofern die Temperaturen über 0° liegen.

Um zukünftig also länger anhaltende, ungewollte Pausen zu vermeiden, führt der Weg an der Anschaffung eines 2. E-Bikes nicht vorbei. Doch bis dahin werden noch einige Monate ins Land ziehen.

Nun hoffe ich auf eine zeitnahe Lösung des Problems und auf einige Hundert Fahrkilometer, noch in 2016.

Nachtrag, Freitag 25.11.2016: Um die Schäden zu dokumentieren, habe ich die Felge gestern gereinigt und fotografiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass an fast jedem 2. Speichenloch feine Risse vorhanden sind, und dass sich dort bereits die Ösen zu lösen beginnen. Ich denke, dass das definitiv auf Materialschäden deutet.

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Endspurt – 2016

Kalt, nass und dunkel, so könnte ich die letzten Fahrten zur Arbeit und zurück beschreiben. Es kostet mich immer mehr Überwindung das Fahrrad an Stelle des Autos zu benutzen. Da wären zum einen die  ungemütlichen Witterungsverhältnisse. Dann brauche ich sehr viel Zeit damit mich für die tägliche Fahrt vorzubereiten. War es im Sommer ausreichend in kurzer Fahrradhose und Trikot zu fahren, zwänge ich mich nun in lange Funktionsunterwäsche, lange Fahrradhose, Pullover, Jacke, Handschuhe und manchmal noch Regenhose, Regenjacke und Regenüberschuhe. Zum Schluss noch ein Funktionstuch für den Hals- und Ohrenbereich und eine Sturmhaube unter dem Helm. Letzterer, welchen ich mir vor eine paar Wochen zugelegt habe (Cratoni, S-Pedelec Helm mit Motorradzulassung), hat sich in Punkto Tragekomfort, Witterungsschutz und gefühlter Sicherheit bewährt. Ich möchte ihn nicht mehr missen. Damit ich nicht vollends die Lust am Biken verliere, verringere ich die Anzahl der Fahrten pro Woche auf 2 von 4 möglichen Tagen. Für die  verbleibenden Fahrten benutze ich das Auto, wobei ich die Fahrten als sehr stressig und unangenehm empfinde (B10 und BAB8), allerdings mit dem erfreulichen Ergebnis, tags darauf wieder gerne das Rad zu benutzen.

Nächstes Jahr möchte ich mein Auto verkaufen und ganzjährig mit dem E-Bike oder falls nötig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu Arbeit pendeln. Die einfache Fahrt mit Regionalbahn und anschließend mit der S-Bahn beträgt zwar 1,45 Stunden, allerdings könnte ich diese stressfrei und sinnvoller verbringen. Das Ticket (hin und zurück) kostet 15€.

Wie oft ich das E-Bike im kommenden Winter benutzen werde, kann ich jetzt noch nicht sagen. Bei Plus-Temperaturen spricht eigentlich nichts dagegen. Allerdings bereitet mir der Akku Sorgen. Der Power-Modus schafft die Stecke zur Arbeit nicht mehr vollständig. Um nicht liegen zu bleiben, benutze ich aktuell auf meiner Strecke für etwa 5 km den „langsameren“ Sport-Modus. Zur Erinnerung: Es gibt 4 Unterstützungsmodi. Der erste, „Eco“ ist eine bessere Schiebehilfe, kann man vergessen. Beim Sport-Modus ist der Eigenanteil an Kraft, der für ein Vorankommen mit durchschnittlich 30 km/h aufgebracht werden muss, sehr hoch. Zum Pendeln > 30 km/h eher ungeeignet, da sehr anstrengend. Der Power-Modus ist ein Genuss, allerdings schaffe ich wie  erwähnt aktuell keine 40 km mehr am Stück. Der Power-Sport-Modus würde richtig Spaß machen, leert den Akku allerdings bereits nach etwa 25 km.

Wenn der Akku die nächsten Monate weiter ähnlich stark abbaut, habe ich spätestens in einem Jahr ein Problem.

5 0 0 0 km

Ich bin stolz auf mich (Super, Klatschen, Ohle-oleoleoleee) wegen der zurückgelegten 5000 Kilometer und präsentiere heute ein paar Zahlen und Fakten:

– Aktueller km Stand: 5032 km
– Durchschnittsgeschwindigkeit insgesamt: 32,4 km/h
– Benzinkostenersparnis: 390€
– CO2-Ersparnis: 780 kgC02
– 2 Reparaturen (1 Motorwechsel, 1 Motorreparatur)
– Noch kein Reifenwechsel
– 1. Ketten- und Kassettenwechsel bei 2250 km
– 2. Ketten- und Kassettenwechsel noch nicht notwendig
– Hintere Bremsbeläge gewechselt bei 2250 km, nächster Wechsel aktuell fällig
– Vordere Bremsbeläge gewechselt bei 3900 km
– Akku-Anzeige der Restreichweite bei 100% Ladezustand etwa 20% weniger als aktuell (60 km am 09.03.16 gegenüber 48 km heute)
– Akku-Leistung insgesamt etwa um 10% gefallen
– Anzahl Pendlerfahrten 2016 mit dem E-Bike: 60

Es läuft!

Einziger Wermutstropfen sind die Motorreparaturen und das Gefühl dass die letzten beiden nicht die einzigen gewesen sein werden. Nun hoffe ich wenigstens dieses Jahr von einem weiteren verschont zu bleiben. Wie weit sich die Akku-Leistungsfähigkeit in der kommenden kälteren Jahreszeit reduziert bleibt ein weiteres spannendes Thema.