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Es läuft …

Eigentlich wollte ich bereits vor Wochen einen neuen Eintrag verfassen. Aber da es keine außergewöhnlichen Ereignisse gab, hatte mir der entsprechende Antrieb gefehlt. Nun, da ich mit dem Roadster die 3000 km Marke gerissen habe, möchte ich aber doch einen kurzen Zustandsbericht geben.

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Das Gute vorweg, es gab und gibt bisher keinerlei Beanstandungen. Der Bosch Motor verrichtet unermüdlich und zuverlässig seine Arbeit. Der 500 Wh Akku hat bisher noch nichts an seiner Kapazität verloren. Zumindest habe ich keinerlei Hinweise bemerkt, welche auf einen Leitungsabfall hindeuten. Er bringt mich täglich mit höchster Unterstützungsstufe „Power“  zur Arbeit. Ein paar Restkilometer sind dann noch im “Tank“. Der Verschleiß der Komponenten ist geringer als ich erwartet hatte. Lediglich das 11 Ritzel musste nach knapp 1800 km und der Hinterreifen nach 3000 km ersetzt werden. Das war’s. Die Bremsbeläge sind noch ok und auch die Kette nach Vermessen laut Lehre immer noch in akzeptablem Zustand. Ich glaube dass zum Einen meine sehr defensive Art zu schalten (Schalten ohne Pedaldruck) und zum Anderen die geringen  Schalt- und Bremsvorgänge insgesamt (kaum Stadtverkehr im Streckenprofil) dies ermöglichen. Der Roadster ist für meine Belange perfekt. Mir fällt tatsächlich nichts ein was ich den Ingenieuren von Riese und Müller als Verbesserungsvorschlag unterbreiten könnte. Alles gut, weiter so.

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Nun noch eine kurze Anekdote über eine Begegnung der ganz besonderen Art heute Morgen. Also, ich fahre entspannt das Körschtal entlang, überhole spielend den einen und anderen Fahrradfahrer mit und ohne Motor, als ich im Rückspiegel den Frontstrahler eines Bikes erkenne, welches sehr schnell näher kommt. Das kann nur ein S-Pedelec sein, dachte ich und erhöhte meine Kraftanstrengungen. Trotz meiner über 40 km/h auf teilweise geschotterten Wegen ließ der Verfolger nicht locker, im Gegenteil, er machte permanent Boden gut. Kurze Zeit später schloss er vollständig auf und setzte zum Überholvorgang an: Ein weißes Stromer ST2. Er grinste, ich grinste, … die folgenden 4 km fachsimpelten wir und lobten unsere E-Bikes über alle Maßen. Als er mir schließlich eröffnete, jeden Tag von hinter Baltmansweiler nach Renningen zu fahren, das seien an die 60 km einfach, erkannte ich, den Meister gefunden zu haben. In Plieningen trennten sich unsere Wege.

Und es ward Licht!

Die erste Fahrt zur Arbeit verlief problemlos. Ich bin sehr engagiert gefahren, soll heißen, ich habe mit meiner Muskelkraft nicht gespart. Ziel der ersten Pendlerfahrt war es, ein Gefühl für den Stromverbrauch im „Sport-Modus“, der 2. stärksten Stufe zu bekommen. Auffallend war dass sich die Restreichweitenberechnung sehr schnell an das sich ändernde Streckenprofil anpasste. Das Terrain der ersten 10 km ist ausschließlich eben, bzw. minimal fallend. Die Restreichweite wurde in dieser Zeit größer. Da die letzten 150 Meter meiner ersten Testfahrt bis zu mir nach Hause bergauf verliefen, hatte „er“ vielleicht dieses Profil als das in seine Reichweitenberechnungen relevante eingerechnet und begann am nächsten Tag entsprechend „vorsichtig“. Der permanente, leichte Anstieg von Plochingen über Denkendorf bis Plieningen jedoch führte anschließend zur schnellen Abnahme der Restreichweite. Mit dem Ergebnis kann ich trotzdem zufrieden sein. Jedoch, meine Aussage von gestern „Sport-Modus reicht allemal“ wollte ich nun, da ich die Oberschenkel spürte, ein wenig revidieren. Bei der Heimfahrt wollte ich daher den Turbo-Modus benutzen, wenn möglich über die gesamte Distanz.

Strecke: 43 km
Durchschnittsgeschwindigkeit 32,5 km/h
Dauer 1:19 h
Restreichweite: 7 km und 2 Balken am Display
Unterstützungsmodus: 100% Sport


Und es ward Licht!

Die erste Heimfahrt gab Aufschluss über den Verbrauch im Turbo-Modus. Mit einer Restreichweite von 3 km kam ich zu Hause an, und das komplett mit Turbo. „Mission accomplished“. Super, geschafft mit Restreichweite. Und das Beste: ich bin noch nie so sicher schnell gefahren. Das Fahrwerk ist sensationell gut. Freihändig bei 40 km/h kein Problem. Keine Vibrationen. Die genoppten Reifen von Schwalbe (G-One) schmiegen sich dermaßen an den Asphalt, dass man den Eindruck gewinnen könnte, sie würden auf diesem kleben. Zusätzlich mit der Sattelfederung und der Front-Federgabel verleiht das Bike einen absolut sicheren und souveränen Eindruck in Geradeauslauf und in Kurven, auf trockener und nasser Straße. Ich bin erleuchtet worden. Chapeau! Das Roadster touring HS ist Riese&Müller wirklich sehr gelungen.

Durchschnittsgeschwindigkeit 34,6 km/h
Dauer 1:15 h
Restreichweite: 3 km und 1 Balken am Display
Unterstützungsmodus: 100% Turbo


Ziel der 2. Fahrt zur Arbeit tags darauf war herauszufinden, wie viel km Reichweite tatsächlich möglich sind. Restreichweite von 3 km muss nicht unbedingt auch 3 km bedeuten. Ich wollte die Unterstützungsstufen derart variieren, dass der Batterie möglichst nahe am Ziel der Saft ausgeht. Ich startete im Sport-Modus. Nach 2/3 der Fahrt habe ich den Unterstützungsmodus auf „Turbo“ geändert. Am Ende hatte ich laut Computer eine Restreichweite von 3 km. Die tatsächliche Reichweite blieb mir also verborgen.

Durchschnittsgeschwindigkeit 33,7 km/h
Dauer 1:15 h
Restreichweite: 3 km und 1 Balken am Display
Unterstützungsmodus: 2/3 Sport, 1/3 Turbo (Switch nach km 28 mit Restreichweite von 20 km)


Durchschnittsgeschwindigkeit 33,6 km/h
Dauer 1:15 h
Restreichweite: 3 km und 1 Balken am Display
Unterstützungsmodus: 1/2 Sport, 1/2 Turbo (Switch nach km 21 mit Restreichweite von 28 km)

Obwohl ich bei dieser 3. Fahrt den Turbo bereits zur Hälfte der Strecke zündete, erreichte ich Echterdingen mit der exakt gleichen Restreichweite wie tags zuvor, als ich den Turbo erst nach 2/3 der Strecke aktivierte. Muss ich das verstehen? Die nächste Fahrt werde ich von Beginn an den Turbo zünden. Mal sehen wie weit ich kommen werde.

Zusammenfassung: Die Akku-Kapazität ist für meine Pendlerstrecke ausreichend dimensioniert. Und das ist gut so. Ob das auch noch im Herbst bei kühlen Temperaturen oder nach 10.000 km gilt wird sich zeigen. Jetzt allerdings muss ich mir über die Anschaffung einer zusätzlichen Batterie keine Gedanken machen. Ich bin guter Dinge und absolut happy wegen der echt tollen Fahreigenschaften.

Nachtrag 08.06.2018: Heute bin ich zum wiederholten Male mit 100% im Turbo-Modus (größte Unterstützungsstufe) zur Arbeit gefahren. Die Restreichweite war mit 2 km angegeben. Die 500 Wh Akku-Kapazität reichen also aus.

 

1. Testfahrt mit dem Roadster

Nachdem ich dann auch endlich am Dienstag das neue Nummernschild erhalten (das alte musste ich abgeben!!) und montiert hatte machte ich mich für den ersten Reichweitentest bereit. Analog zum Test vor 2 ½ Jahren mit dem Endeavour S10 wollte ich die identische Strecke nach Reichenbach a. d. Fils zurücklegen und auf diese Weise die für meinen ersten Trip ins Geschäft optimale Unterstützungsstufe zu ermitteln.

Der Radcomputer zeigte 4 von 5 Reichweitenbalken an. In der zweitstärksten Unterstützungsstufe „Sport“ wurden dafür 32 km Restreichweite berechnet. Mindestens mit dieser Stufe sollte zukünftig die tägliche Fahrt zur Arbeit machbar sein. Für den Turbo-Modus, so schätzte ich, würde für meine Pendlerstrecke von 40 km nicht ausreichend Strom im Akku sein. Mal sehen.

Könnt ihr mein breites Grinsen sehen. Gerade bin ich von der 1. Testfahrt zurückgekehrt. Fazit: In allen Belangen überzeugt. Das E-Bike fährt sich souverän. Die Sattelfederung schluckt so ziemlich alle Unebenheiten. Wurde ich doch bei meinem alten E-Bike durchaus öfters mal stark durchgeschüttelt. Die Rahmenhöhe M des Roadsters trägt ebenfalls zu dem sehr sicheren Fahrgefühl bei. Es fährt sich leichtgängig, agil und in den Kurven wie auf Schienen. Einige Male bin ich von der Abriegelung des Anschubs bei 45km/h überrascht worden, da es mir um mindestens 10 km/h langsamer vorkam. Upps, Achtung. Das Endeavour war mir mit Rahmenhöhe 55 dann doch etwas zu groß bzw. hoch. Dort wurde jeder km über der 35 km/h – Marke gefühlt.
Die „Sport“-Unterstützung reicht völlig aus. Erst im 10. Gang spürte ich dann doch das fehlende Drehmoment. Klar, je höher die Kadenz, desto größer ist die Motorunterstützung. Die Beschleunigung bis auf 40 km/h funktioniert gleichmäßig, der Kraftaufwand dazu passt. An der letzten Bergauf-Passage schob der Bosch-Motor besser als erwartet und um einiges stärker als mein alter „Impuls 2.0“. Kein Klappern oder Holpern war zu vernehmen. Ein akzeptables, konstant lautes bzw. leises Summen, welches sehr schnell von den  Gegenwindgeräuschen überlagert wurde. Die Schaltvorgänge habe ich nicht unter Tretlast durchgeführt. Mein Geldbeutel sollte es mir danken. Kette und Ritzel werden hoffentlich 3000 km halten. Die anfänglichen Bremsgeräusche waren nach einigen Bremsvorgängen verschwunden.
Nun zum Verbrauch:
Gestartet bin ich mit einer Restreichweite von 32 km (4 von 5 Balken auf dem Display) bei Unterstützungsstufe „Sport“, das ist die Zweitstärkste. Wieder zuhause angekommen bin ich nach 27 km mit einer Restreichweite von 8 km und Balken auf dem Display des Fahrradcomputers. Nun frage ich mich was aussagekräftiger ist, die 8 km oder die 2 Balken. Ich schätze dass sich nach wenigen Metern der zweitletzte Balken verabschiedet hätte. Das wären dann etwa 8-10 km pro Balken. Morgen fahre ich zum ersten Mal in die Arbeit. Dann werde ich klüger sein. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug beachtliche 35,5 km/h. Die Fahrt dauerte 46 Minuten.
Was will ich mehr? Ich bin äußerst zufrieden und freue mich auf morgen und den Rest der Woche.

Vor Antritt der Fahrt

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Nach Rückkehr der Fahrt

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Die Ankunft

Am 17. Mai kam der erlösende Anruf von der Tretmühle aus Stuttgart. Das „Roadster“ sei abholbereit. Am nächsten Tag kurz vor der Ladenöffnungszeit war ich vor Ort. Und da stand es. Gemeinsam inspizierten wir die Komponenten. Licht, Hupe, Fahrradschloss, Bremslicht, alles vorhanden und funktionstüchtig. Dass eine Steckachse am Vorderrad verbaut war, war mir bis dahin nicht klar gewesen. Aber umso besser. Wir besprachen die Funktionsweise des Fahrradcomputers und dann ging es auf eine kurze, 10 minütige Testfahrt. Diese verlief positiv, so dass einer Übernahme nichts mehr im Wege stand. Wir verabschiedeten uns voneinander und ich gab das Versprechen meine Erfahrungen detailliert zu dokumentieren. Zuhause angekommen habe ich dann sofort die folgenden Bilder geschossen.

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Schaut doch echt stark aus, oder? Die Spannung steigt. Wie macht es sich als Pendlerfahrzeug? Mit welcher Unterstützungsstufe schafft es die 40 km Entfernung. Demnächst mehr.

Hurra, Hurra, die Wandlung die ist da!

Ok, vor 4 Wochen, als ich den Motorschaden meinem Verkäufer meldete, hatte ich auch das Thema einer Wandlung angesprochen. Also, ich gebe das E-Bike zurück, und erhalte im Gegenzug vom Hersteller den Kaufpreis abzüglich eines Nutzungsentgelts. Der Verkäufer reagierte von Anfang an sehr kooperativ und verständnisvoll. Er würde sich sofort darum kümmern und seinen Techniker darauf ansetzen. Nach einem weiteren konstruktiven Gespräch mit diesem kamen wir überein, dass nach erfolgreicher Wandlung der Betrag auf den Kauf eines neuen E-Bikes angerechnet werden würde. Das war für mich kein Problem, im Gegenteil, hatte ich doch das Gefühl dort sehr gut aufgehoben zu sein. In der Zwischenzeit konnte ich mir ausgiebig Gedanken über das Neue  machen. Von Riese & Müller hatte ich bei meinen Reparaturbesuchen in Stuttgart schon jede Menge Gutes gehört. Das „Charger“ und „Roadster“ bin ich in der 25-km-Variante zur Probe gefahren. Das „Charger“ fühlte sich sehr nach Wohnzimmer an, bequem, robust,  stufenlose Nabenschaltung. Alles gut, eigentlich, aber das Roadster stach mir sofort ins Auge. Sportlich, direkt, dynamisch, giftig. Das sollte es werden.

Gestern Abend kam der Anruf und … „Applaus“, „Applaus“ die Wandung war erfolgreich und der für das neue E-Bike angerechnete Betrag beträgt 80% des damaligen Kaufpreises. Super. Darauf hatte ich gehofft. Heute Morgen habe ich das Roadster telefonisch geordert.

Fehlstart in 2018 – Motorschaden

Wegen der Temperaturen unter dem Gefrierpunkt der letzten Wochen waren weitere Fahrten nicht möglich. Doch heute sollte es endlich wieder so weit sein. Warm eingepackt fuhr ich gegen 7 Uhr los. Die ersten Kilometer achtete ich akribisch auf glatte Stellen und fuhr sehr zurückhaltend. Aber egal …. Hauptsache ich bin wieder unterwegs, super Feeling. Ab Plochingen waren die ersten Motor- bzw. Getriebe – Knackgeräusche zu vernehmen. Ok, ist zwar nicht schön, aber wegen der Historie auch nicht mehr wirklich überraschend. Ab Denkendorf allerdings wurde das Schalten der Gänge mit heftigen und sehr lauten Schlägen begleitet. Jetzt wurde ich doch etwas nervös. Als die Pedale teilweise auf keinen Widerstand mehr trafen,  der Motor zu pfeifen begann, anschließend mit einem sehr lauten mechanischen Geräusch wieder anzog, riss die Kette. Scheiße. Da war nichts mehr zu machen. Aus und vorbei. Die restlichen 14 km zur Arbeit schob ich das E-Bike. Was für ein Dreck.

In der Arbeit habe ich Verkäufer und Werkstatt via Email kontaktiert. Motorwechsel auf Garantie sollte kein Problem sein. Diese wurde mir letztes Jahr beim Motorwechsel schriftlich gegeben. Aber eigentlich will ich das gar nicht mehr. Ist doch die nächste Panne nach spätestens 5000 km vorprogrammiert. Das Thema Wandlung habe ich angesprochen.

Bin auf die Antwort gespannt.

Start in 2018

Die Saison ist eröffnet. Letzte Woche bin ich zum ersten Mal in 2018 mit dem Bike zur Arbeit gefahren. Die für diese Jahreszeit zu milden Temperaturen ließen es zu. Gegen Ende 2017 muss ich gestehen, hatte ich kaum noch Motivation, mich bei nass-kaltem, schmuddeligem Wetter aufs Rad zu hieven und freute mich auf die kommenden Monate, in denen ich bequem, bei jedem Wetter das Auto benutzen würde. Einige Wochen und einige Staus auf der B10 und A8 später relativierte sich die Lust auf 4 Räder und wechselte in Unverständnis, Frust und Abneigung. Zurück zur ersten Fahrt. Sie verlief ohne Komplikationen. Mit der Option des 2. Akkus, welchen ich mir letzten Herbst gebraucht gekauft hatte, konnte ich den ganzen Weg mit voller Unterstützungsstufe zurücklegen, in stress- und anstrengungsfreier Manier. Nach etwa der Hälfte der Strecke wechselte ich den Akku.

Die Heimfahrt hatte eine Überraschung für mich übrig. Der SLX-Schaltgriff ließ sich nicht mehr betätigen bzw. er ließ sich zwar bewegen, aber reagierte nicht. Das „Runter-Schalten“ war nicht mehr möglich. Folglich bin ich im 10. Gang nach Hause gefahren, was nicht schlimm war, ausgenommen dem „Beschleunigen“ aus dem Stand. Die Motorknackgeräusche waren auch wieder zu hören. Das Rad hatte ich bereits am nächsten Tag zur Reparatur in die Werkstatt gebracht.

Fazit: Einige Wochen nach der letzten Fahrt im alten Jahr bin ich wieder richtig motiviert.

 

Ende 2. Saison

Die Saison neigt sich dem Ende zu. Solange die morgendlichen Temperaturen 5 Grad Celsius nicht unterschreiten und das Wetter nicht zu schmuddelig ist, werde ich weiterpendeln, obwohl ich seit meinem Unfall in Dunkelheit zu fahren nicht wirklich schätze.

  • Der Kauf des 2. Akkus (11 AH, gebraucht) hat sich wahrhaftig gelohnt. Seither ist es mir möglich die komplette Strecke im Power-Sport-Modus zurückzulegen. Der 11 Ah kleine Akku wird bei etwas über 20 km „müde“, am Ziel der 40 km langen Strecke hat der 17 Ah größere dann immerhin noch eine Restreichweite von 15 km. Musste ich früher bei widrigen Umständen (Kälte und Gegenwind) noch sehr stark eigene Muskelkraft einsetzen, fahre ich jetzt absolut relaxed mit gleichmäßig geringem Kraftaufwand. Steigert die Lust und Motivation nachhaltig.
  • Der im Mai dieses Jahres eingebaute Ersatzmotor „Impuls 2.2“ verrichtet seine Arbeit seit nun immerhin bereits 5000 km, wenn gleich geräuschvoll und mit vereinzelten „Knatter“-Sequenzen, aber er hält -> neuer Reichweitenrekord. Im Vergleich zu den bereits verschlissenen Motoren bzw. Getrieben ist dies eine satte Leistungssteigerung. Den ersten Motorwechsel hatte ich bereits nach 650 km. Etwa 3600 km später war auch dieser „durch“, der nächste hielt auch nur knapp 4000 km. Daher erwartete ich den nächsten Motorschaden diesen Herbst. Umso erstaunlicher ist es, dass der aktuelle Impuls 2.2 nun bereits seit 5000 km seinen Dienst verrichtet.
  • Die Computeranzeige für die Restreichweite in km weicht vom real erreichbaren Wert stark ab. Die Balkendiagrammanzeige hingegen ist korrekt. Bei einer Restreichweiche von 0 km fahre ich derzeit mit dem kleinen Akku noch etwa 5 km weiter. Da ich die Restreichweite 0 km als Rechengrundlage zur Abnahme der jährlichen Akkuleistung in dem früheren Bericht „10000 km“ benutzte, muss die Kostenrechnung anpasst werden.
  • Die insgesamt eingesparten Energiekosten (Benzin – Strom) belaufen sich aktuell auf 1000 €, laut Fahrradcomputer (1 kWh kostet 0,25€; Verbrauch auf 100km = 1kWh (wegen Lademöglichkeit im Geschäft halbiert); Benzinkosten 1,25€; Verbrauch auf 100 km = 6,5 Liter)
  • Die laufenden Kosten inkl. der Akku-Leistungsminderung und der Haftpflichtversicherung betragen bisher etwa 600€.
Ersatzteil Anzahl Stückkosten Gesamtkosten
Reifen „Schwalbe Energizer Plus Perf.“ 4 18 72
Bremsbeläge 6 15 90
Kette KMC 3 33 99
Kassette (SLX) 2 35 70
Ritzel 4 7 28
Versicherung 2 66 132
Schlauch 2 5 10
Abnahme 7,5 % Akkuleistung / 10000 km 1 750 73
Strom (25 Cent / 100 km) 32
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Aufrüstung durch 2. Akku

Ich spielte schon länger mit dem Gedanken, mir einen 2. Akku zuzulegen. Jetzt im Sommer war die Leistung meines Akkus mit 17Ah gerade so ausreichend um in der Power-Unterstützung, also der zweitstärksten, die rund 40 km ins Büro zu schaffen. Spätestens im Herbst bei kühleren Temperaturen würde die Akkuleistung aber nicht mehr ausreichen. Außerdem wollte ich mir auch mal den Luxus der stärksten Tretunterstützung (Power Sport) gönnen.
Im Internet werden neue Akkus mit 17Ah ab etwa 750€ angeboten. Verrückt! Da ich aber den Akku nur zur Ergänzung benötige, würde auch einer mit weniger Leistung (11Ah oder 15Ah) genügen. Außerdem müsste es keine Fabrikneuer sein.
Da mein Akku mit 17Ah, wenn er vollgeladen ist, im Power-Sport eine Restreichweite von 33 km anzeigt, sollte ein zusätzlicher gebrauchter 11er-Akku mit einer Restreichweite von 20km ausreichend sein.
In Ebay-Kleinanzeichen wurde ich fündig und konnte mir einen laut Verkäufer sehr gut erhaltenen, 2,5 Jahre alten, wenig bis normal genutzten Akku mit 11Ah für 240 € ergattern. Das entspricht etwas weniger als der Hälfte des Preises eines neuen.
Gespannt war ich natürlich auf die erste Fahrt, die ich am 29.08. zurücklegte. Vor der Fahrt wurde eine Restreichweite von 21 km angezeigt. Nach 24 km mit stärkster Unterstützungsstufe war der Akku leer. Die restlichen 17 km fuhr ich dann mit meinem „alten“ und hatte am Ende noch eine prognostizierte Restreichweite von 16 km.
Ich bin sehr zufrieden und denke dass ich zumindest für dieses und nächstes Jahr keine Reichweitenprobleme haben werde.
Alles ist gut.

– 10000 km –

Ohleeee, Ohle ohle ohleeee, …. die ersten 10.000 km sind geschafft. Zeit für einen Rückblick und zur Beantwortung der entscheidenden Frage: Würde ich mir noch einmal das Kalkhoff Endeavour S10 kaufen?

Die laufenden Kosten für 10.000 km betrugen etwa 510 € und setzten sich aus 1 Satz Reifen, 2 Ketten, 2 Bremsbeläge pro Laufrad, 1 Kassette und 1 11-er Ritzel, der Haftpflichtversicherungsprämie, den Energiekosten und der reduzierten Akkukapazität zusammen. Den  Wechsel der Ersatzteile konnte ich selbst durchführen, daher fielen keine Werkstattkosten an. Einmalige Kosten entstanden durch den Erwerb eines zweiten Akkuladegeräts. Nun zur Akkuleistung bzw. zur Abnahme derselben. Diese hat in der ersten Saison etwa 15% an Ladeleistung verloren. Die 40 km ins Geschäft fahre ich derzeit fast nur noch im Sport-Modus. Leider. Den Power-Sport-Modus setze ich nur noch sporadisch ein, da dieser den Akku zu schnell leert. Meine Stromkosten habe ich mit 25 Cent pro 1kW angesetzt, welche mich etwa 50 km weit unterstützen.

Laufende Kosten Stückkosten 7000 km 10000 km
Reifen „Schwalbe Energizer Plus Perf.“ 18,00 36,00 51,43
Bremsbeläge 14,00 56,00 80,00
Kette KMC 33,00 66,00 94,29
Kassette (SLX) 35,00 35,00 50,00
Hinterradritzel (11er) 7,00 7,00 10,00
Versicherung (Haftpflicht / Teilkasko) 66,00 66,00 94,29
Abnahme 10 % Akkuleistung 750,00 75,00 107,14
Strom ( 2kW pro 100 km = 50 Cent) abzgl. Firmenanteil -> 25 Cent 17,50 25,00
358,50 512,15

Jetzt aber zur eingangs gestellten Frage, ob ich mir das Rad noch einmal kaufen würde. JA. Ich denke schon. Warum?

95 % der Strecke zur Arbeit ist Überland-Strecke. Das heißt, ich benötige kein E-Bike mit Spitzenbeschleunigungszeiten, das aktuelle Drehmoment reicht völlig aus. Auf meinem Weg in die Arbeit habe ich kaum Schaltvorgänge. Die Abnutzungen bei Kette und Ritzel halten sich demnach im Rahmen. Ich benötige also keinen Hecknabenmotor zur Entlastung der Antriebskomponenten und auch keinen Riemenantrieb anstatt der Kette. Die Akkukapazität mit 612 Ah ist beachtlich und größer als die meisten anderen E-Bike-Hersteller anbieten. Die Haltbarkeit des Motors war bis jetzt ein Desaster, zugegeben. Natürlich nervt es, wenn der Motor nach durchschnittlich 3500 km die Grätsche macht und eine Zwangspause eingelegt werden muss. Allerdings habe ich für den neuen Motor auch wieder eine neue 2-jährige Garantiezeit erhalten. Das ist nicht selbstverständlich. Außerdem hoffe ich auf eine stetige Weiterentwicklung des Motors. Die Antriebs- und Bremskomponenten sind von marktüblicher Qualität: Shimano und Magura MT5. Und nun zum Preis. Das Rad wurde offiziell für 3099€ angeboten. Bezahlt habe ich weit weniger, „Herbst-Sale“.

Wegen dieses sehr attraktiven Preises, der enormen Akkukapazität und der Qualität der Komponenten war die Wahl des Endeavour S10 die richtige Entscheidung, bezogen auf mein Streckenprofil und meinen Fahrstil.