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Start in 2018

Die Saison ist eröffnet. Letzte Woche bin ich zum ersten Mal in 2018 mit dem Bike zur Arbeit gefahren. Die für diese Jahreszeit zu milden Temperaturen ließen es zu. Gegen Ende 2017 muss ich gestehen, hatte ich kaum noch Motivation, mich bei nass-kaltem, schmuddeligem Wetter aufs Rad zu hieven und freute mich auf die kommenden Monate, in denen ich bequem, bei jedem Wetter das Auto benutzen würde. Einige Wochen und einige Staus auf der B10 und A8 später relativierte sich die Lust auf 4 Räder und wechselte in Unverständnis, Frust und Abneigung. Zurück zur ersten Fahrt. Sie verlief ohne Komplikationen. Mit der Option des 2. Akkus, welchen ich mir letzten Herbst gebraucht gekauft hatte, konnte ich den ganzen Weg mit voller Unterstützungsstufe zurücklegen, in stress- und anstrengungsfreier Manier. Nach etwa der Hälfte der Strecke wechselte ich den Akku.

Die Heimfahrt hatte eine Überraschung für mich übrig. Der SLX-Schaltgriff ließ sich nicht mehr betätigen bzw. er ließ sich zwar bewegen, aber reagierte nicht. Das „Runter-Schalten“ war nicht mehr möglich. Folglich bin ich im 10. Gang nach Hause gefahren, was nicht schlimm war, ausgenommen dem „Beschleunigen“ aus dem Stand. Die Motorknackgeräusche waren auch wieder zu hören. Das Rad hatte ich bereits am nächsten Tag zur Reparatur in die Werkstatt gebracht.

Fazit: Einige Wochen nach der letzten Fahrt im alten Jahr bin ich wieder richtig motiviert.

 

Ende 2. Saison

Die Saison neigt sich dem Ende zu. Solange die morgendlichen Temperaturen 5 Grad Celsius nicht unterschreiten und das Wetter nicht zu schmuddelig ist, werde ich weiterpendeln, obwohl ich seit meinem Unfall in Dunkelheit zu fahren nicht wirklich schätze.

  • Der Kauf des 2. Akkus (11 AH, gebraucht) hat sich wahrhaftig gelohnt. Seither ist es mir möglich die komplette Strecke im Power-Sport-Modus zurückzulegen. Der 11 Ah kleine Akku wird bei etwas über 20 km „müde“, am Ziel der 40 km langen Strecke hat der 17 Ah größere dann immerhin noch eine Restreichweite von 15 km. Musste ich früher bei widrigen Umständen (Kälte und Gegenwind) noch sehr stark eigene Muskelkraft einsetzen, fahre ich jetzt absolut relaxed mit gleichmäßig geringem Kraftaufwand. Steigert die Lust und Motivation nachhaltig.
  • Der im Mai dieses Jahres eingebaute Ersatzmotor „Impuls 2.2“ verrichtet seine Arbeit seit nun immerhin bereits 5000 km, wenn gleich geräuschvoll und mit vereinzelten „Knatter“-Sequenzen, aber er hält -> neuer Reichweitenrekord. Im Vergleich zu den bereits verschlissenen Motoren bzw. Getrieben ist dies eine satte Leistungssteigerung. Den ersten Motorwechsel hatte ich bereits nach 650 km. Etwa 3600 km später war auch dieser „durch“, der nächste hielt auch nur knapp 4000 km. Daher erwartete ich den nächsten Motorschaden diesen Herbst. Umso erstaunlicher ist es, dass der aktuelle Impuls 2.2 nun bereits seit 5000 km seinen Dienst verrichtet.
  • Die Computeranzeige für die Restreichweite in km weicht vom real erreichbaren Wert stark ab. Die Balkendiagrammanzeige hingegen ist korrekt. Bei einer Restreichweiche von 0 km fahre ich derzeit mit dem kleinen Akku noch etwa 5 km weiter. Da ich die Restreichweite 0 km als Rechengrundlage zur Abnahme der jährlichen Akkuleistung in dem früheren Bericht „10000 km“ benutzte, muss die Kostenrechnung anpasst werden.
  • Die insgesamt eingesparten Energiekosten (Benzin – Strom) belaufen sich aktuell auf 1000 €, laut Fahrradcomputer (1 kWh kostet 0,25€; Verbrauch auf 100km = 1kWh (wegen Lademöglichkeit im Geschäft halbiert); Benzinkosten 1,25€; Verbrauch auf 100 km = 6,5 Liter)
  • Die laufenden Kosten inkl. der Akku-Leistungsminderung und der Haftpflichtversicherung betragen bisher etwa 600€.
Ersatzteil Anzahl Stückkosten Gesamtkosten
Reifen „Schwalbe Energizer Plus Perf.“ 4 18 72
Bremsbeläge 6 15 90
Kette KMC 3 33 99
Kassette (SLX) 2 35 70
Ritzel 4 7 28
Versicherung 2 66 132
Schlauch 2 5 10
Abnahme 7,5 % Akkuleistung / 10000 km 1 750 73
Strom (25 Cent / 100 km) 32
606

Aufrüstung durch 2. Akku

Ich spielte schon länger mit dem Gedanken, mir einen 2. Akku zuzulegen. Jetzt im Sommer war die Leistung meines Akkus mit 17Ah gerade so ausreichend um in der Power-Unterstützung, also der zweitstärksten, die rund 40 km ins Büro zu schaffen. Spätestens im Herbst bei kühleren Temperaturen würde die Akkuleistung aber nicht mehr ausreichen. Außerdem wollte ich mir auch mal den Luxus der stärksten Tretunterstützung (Power Sport) gönnen.
Im Internet werden neue Akkus mit 17Ah ab etwa 750€ angeboten. Verrückt! Da ich aber den Akku nur zur Ergänzung benötige, würde auch einer mit weniger Leistung (11Ah oder 15Ah) genügen. Außerdem müsste es keine Fabrikneuer sein.
Da mein Akku mit 17Ah, wenn er vollgeladen ist, im Power-Sport eine Restreichweite von 33 km anzeigt, sollte ein zusätzlicher gebrauchter 11er-Akku mit einer Restreichweite von 20km ausreichend sein.
In Ebay-Kleinanzeichen wurde ich fündig und konnte mir einen laut Verkäufer sehr gut erhaltenen, 2,5 Jahre alten, wenig bis normal genutzten Akku mit 11Ah für 240 € ergattern. Das entspricht etwas weniger als der Hälfte des Preises eines neuen.
Gespannt war ich natürlich auf die erste Fahrt, die ich am 29.08. zurücklegte. Vor der Fahrt wurde eine Restreichweite von 21 km angezeigt. Nach 24 km mit stärkster Unterstützungsstufe war der Akku leer. Die restlichen 17 km fuhr ich dann mit meinem „alten“ und hatte am Ende noch eine prognostizierte Restreichweite von 16 km.
Ich bin sehr zufrieden und denke dass ich zumindest für dieses und nächstes Jahr keine Reichweitenprobleme haben werde.
Alles ist gut.

– 10000 km –

Ohleeee, Ohle ohle ohleeee, …. die ersten 10.000 km sind geschafft. Zeit für einen Rückblick und zur Beantwortung der entscheidenden Frage: Würde ich mir noch einmal das Kalkhoff Endeavour S10 kaufen?

Die laufenden Kosten für 10.000 km betrugen etwa 510 € und setzten sich aus 1 Satz Reifen, 2 Ketten, 2 Bremsbeläge pro Laufrad, 1 Kassette und 1 11-er Ritzel, der Haftpflichtversicherungsprämie, den Energiekosten und der reduzierten Akkukapazität zusammen. Den  Wechsel der Ersatzteile konnte ich selbst durchführen, daher fielen keine Werkstattkosten an. Einmalige Kosten entstanden durch den Erwerb eines zweiten Akkuladegeräts. Nun zur Akkuleistung bzw. zur Abnahme derselben. Diese hat in der ersten Saison etwa 15% an Ladeleistung verloren. Die 40 km ins Geschäft fahre ich derzeit fast nur noch im Sport-Modus. Leider. Den Power-Sport-Modus setze ich nur noch sporadisch ein, da dieser den Akku zu schnell leert. Meine Stromkosten habe ich mit 25 Cent pro 1kW angesetzt, welche mich etwa 50 km weit unterstützen.

Laufende Kosten Stückkosten 7000 km 10000 km
Reifen „Schwalbe Energizer Plus Perf.“ 18,00 36,00 51,43
Bremsbeläge 14,00 56,00 80,00
Kette KMC 33,00 66,00 94,29
Kassette (SLX) 35,00 35,00 50,00
Hinterradritzel (11er) 7,00 7,00 10,00
Versicherung (Haftpflicht / Teilkasko) 66,00 66,00 94,29
Abnahme 10 % Akkuleistung 750,00 75,00 107,14
Strom ( 2kW pro 100 km = 50 Cent) abzgl. Firmenanteil -> 25 Cent 17,50 25,00
358,50 512,15

Jetzt aber zur eingangs gestellten Frage, ob ich mir das Rad noch einmal kaufen würde. JA. Ich denke schon. Warum?

95 % der Strecke zur Arbeit ist Überland-Strecke. Das heißt, ich benötige kein E-Bike mit Spitzenbeschleunigungszeiten, das aktuelle Drehmoment reicht völlig aus. Auf meinem Weg in die Arbeit habe ich kaum Schaltvorgänge. Die Abnutzungen bei Kette und Ritzel halten sich demnach im Rahmen. Ich benötige also keinen Hecknabenmotor zur Entlastung der Antriebskomponenten und auch keinen Riemenantrieb anstatt der Kette. Die Akkukapazität mit 612 Ah ist beachtlich und größer als die meisten anderen E-Bike-Hersteller anbieten. Die Haltbarkeit des Motors war bis jetzt ein Desaster, zugegeben. Natürlich nervt es, wenn der Motor nach durchschnittlich 3500 km die Grätsche macht und eine Zwangspause eingelegt werden muss. Allerdings habe ich für den neuen Motor auch wieder eine neue 2-jährige Garantiezeit erhalten. Das ist nicht selbstverständlich. Außerdem hoffe ich auf eine stetige Weiterentwicklung des Motors. Die Antriebs- und Bremskomponenten sind von marktüblicher Qualität: Shimano und Magura MT5. Und nun zum Preis. Das Rad wurde offiziell für 3099€ angeboten. Bezahlt habe ich weit weniger, „Herbst-Sale“.

Wegen dieses sehr attraktiven Preises, der enormen Akkukapazität und der Qualität der Komponenten war die Wahl des Endeavour S10 die richtige Entscheidung, bezogen auf mein Streckenprofil und meinen Fahrstil.

Impressionen

Heute mal nur ein paar Bilder von der Heimfahrt am 2. Juni, teilweise während der Fahrt aufgenommen. Bis auf die Tatsache, dass mir eine Gewitterfront im Nacken saß, verlief die Fahrt super tiefenentspannt.

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„Power“ – Test

Wie bereits angekündigt wollte ich heute die Strecke zur Arbeit ausschließlich in der „Power“-Stufe bewerkstelligen. Anschließend die Tour-Daten beider Unterstützungsstufen „Sport“ und „Power“ vergleichen. Allerdings waren die äußeren Bedingungen ungünstig. Ein für diese Uhrzeit (6:30) ungewöhnlich starker Westwind machte mir einen Strich durch die Rechnung. Gestern hingegen hatte ich bei meinem „Sport“ – Test leichten Rückenwind. So war es auch nicht verwunderlich, dass ich nach 30 km, also 10 km vor dem Ziel, bei einer verbleibenden Restreichweite von eben auch nur noch 10 km meinen Versuch beendete und sicherheitshalber den „Sport“- Modus aktivierte. Am Freitag werde ich das Experiment wiederholen.

Distanz: 41,0 km
Höhenmeter: 250 m
Dauer: 78 min
Durchschnitt: 31,3 km/h
Restreichweite: 0 km

Freitag, 26.05.2017

Heute Morgen waren die Bedingungen besser. Kaum Wind, trocken und Temperatur von etwa 12° Celsius waren ideal. Ich bin mit einer Restreichweite von exakt 0 km im Geschäft angekommen. Allerdings nur, weil ich alles andere als sportlich, eher stromsparend fuhr. Mit relativ geringer Kadenz (70 Umdrehungen) und möglichst wenig Druck auf die Pedale konnte ich die Kraftunterstützung bei maximal 4 Balken, also 80%, halten. Das heißt aber doch jetzt, dass der „Power“-Modus im neuen Motor dynamischer bzw. verbrauchsintensiver abgestimmt ist als der „Power“-Modus des alten Motors. Oder aber dass die Akkuleistung über die Monate stark nachgelassen hat. Wahrscheinlich trifft beides zu. Im letzten Frühjahr konnte ich im Power-Modus noch volle Pulle in die Pedale treten und hatte, im Geschäft angekommen, immer noch Restreichweiten von über 10 km.

Distanz: 41,0 km
Höhenmeter: 250 m
Dauer: 74 min
Durchschnitt: 33,1 km/h
Restreichweite: 0 km

„Sport“- Test

Wie bereits beschrieben, glaube ich, dass sich beim 2.2 die Kraftentwicklung innerhalb der Unterstützungsstufen gegenüber dem Impuls 2.0 verändert hat. Generell haben alle Stufen mehr Drehmoment, so mein Eindruck. Heute Morgen habe ich mich dazu entschieden den Weg zur Arbeit ausschließlich im Sport-Modus zu fahren. Wenn ich mich nicht sehr täusche wäre das beim alten Motor nur unter sehr starkem Kraftaufwand möglich gewesen. Heute hingegen war ich überrascht wie „leicht“ es ging. Bei einer durchschnittlichen Kadenz von 60 bis 70 Umdrehungen / Minute zeigte der Radcomputer 3 von 5 möglichen Unterstützungsbalken an. Dabei bewegte ich mich auf der Ebene mit etwa 30 bis 35 km/h fort, bei normalem Kraftaufwand, also relativ entspannt. Nur einmal hatte ich für etwa 300 Meter den Power-Modus aktiviert. Bei identischer Kadenz und Kraftaufwand erhöhte sich die Anzahl der Unterstützungsbalken auf 4 bis 5. Die Leistungssteigerung war enorm.

Distanz: 41,0 km
Höhenmeter: 250 m
Dauer: 81 min
Durchschnitt: 30,4 km/h
Restreichweite: 19 km

Impuls 2.2

Heute Morgen bin ich nach einer gefühlten halben Ewigkeit endlich wieder ins Geschäft geradelt. Der neue Motor mit der Bezeichnung Impuls 2.2 arbeitete einwandfrei, keine Knack- oder Schleifgeräusche waren zu vernehmen. Bereits nach den ersten Metern war mir die im Gegensatz zum alten Impuls 2.0 stärkere Kraftentfaltung auf der 2-stärksten Unterstützungsstufe „Power“ aufgefallen. Nie hatte ich das Bedürfnis auf die maximale Unterstützungsstufe zu wechseln. Ich konnte ohne nenneswerten Kraftaufwand die Geschwindigkeit jenseits der 40 km/h halten. Ok, mit leichtem Rückenwind. Nach etwa der Hälfte der Strecke machte sich diese Erkenntnis auch beim Stromverbrauch bemerkbar. Der „Power“ – Modus hatte fast die Hälfte der Akkukapazität „gefressen“, was beim alten Motor definitiv nicht der Fall gewesen wäre. Ich schließe daraus, dass sich die Abstufungen der Drehmomentleistung auf die 4 Unterstützungsstufen geändert haben. Um Strom zu sparen bin ich vorsichthalber ein paar Kilometer im Unterstützungsstufe „Sport“ gefahren, bevor ich dann den letzten Streckenabschnitt wieder mit „Power“ absolvierte. Ich habe es sehr genossen.

Distanz: 40,9 km
Höhenmeter: 250 m
Dauer: 76 min
Durchschnitt: 35,3 km/h
Restreichweite: 0 km

Nachtrag 23.05.17: Die Durchschnittsgeschwindigkeit von  35,3 km/h kann nach den oben veröffentlichten Werten nicht korrekt sein. Da ist mir ein Fehler unterlaufen. Werde den Test am Mittwoch wiederholen.

Motordefekt – Nr. 3

Nachdem ich die ersten 1000 km in diesem Jahr zurückgelegt hatte war es leider wieder so weit. Die Knackgeräusche, der Tretwiderstand und das „Ritzelgeklappere“ im Getriebe nahmen bei der Fahrt am 13.04. morgens ins Geschäft derart zu, dass ich noch am selben Tag mit Händler und Werkstatt Kontakt wegen eines Reparaturtermins aufgenommen hatte. Am 18.04, nach den Osterfeiertagen, brachte ich es nach Stuttgart in die Werkstatt.

Obwohl ich mit einem Motordefekt bereits gerechnet hatte, und obwohl die Reparatur vom Händler anstandslos in Arbeit gegeben wurde, bin ich doch richtig enttäuscht. Zum einen, weil ich nun wieder mehrere Wochen auf das E-Bike verzichten muss, zum anderen, weil ich mit meiner Prognose über die Haltbarkeitsdauer von etwa 4000 km richtig lag. Was bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Defekts noch in diesem Jahr hoch ist. Wie soll das weitergehen? Selbst, wenn über die gesetzliche Garantiefrist hinaus zukünftige Motorreparaturen zu Lasten des Herstellers abgerechnet werden könnten, habe ich doch stets das Gefühl ein nicht einwandfreies Gefährt zu besitzen. Verkaufen? Ja, aber wer kauft ein E-Bike mit dieser Historie, bzw. wer möchte dafür Geld zahlen? Kann ich vom Rückgabe- bzw. Wandlungsrecht Gebrauch machen? Oh Mann!

Mit all diesen Fragen wollte ich mich nie beschäftigen. Ich wollte nur das Auto gegen ein S-Pedelec tauschen. Jeder, dem ich von meinen Erfahrungen erzähle, hat nur ein „Ja, ja, dachte ich mir schon, E-Motor nicht ausgereift“ übrig. Wasser auf die Mühlen derer, welche Elektromobilität ablehnen oder skeptisch gegenüberstehen.

Jetzt kann ich erst mal nur abwarten, und hoffen, dass nach einem Motortausch das Problem endgültig beseitigt sein wird. Vielleicht gibt es eine neue Hard- und / oder Software. Oder einfach nur ein Wunder.

Ich werde weiter berichten. Den derzeitigen Ampelstatus meines Experiments „E-Biken als Alternative zum Auto“ muss ich leider von Grün auf Dunkel-Gelb abändern.

Update, 08.05.2017, 3 Wochen nach Rückgabe des E-Bikes: Habe beim Händler nach dem Stand der Reparatur nachgefragt. Die Antwort war alles andere als hoffnungsvoll: „Der Motor ist aktuell im Rückstand beim Lieferanten!“

Was heißt das konkret? Warum ist der Impuls 2.0 im Rückstand? Toll!

Update, 12.05.2017: Über Elektrofahrrad24 habe ich die Information erhalten, dass die erwartete Charge neuer Impulse-Motoren bei Derby/Cycle eingetroffen ist. In wenigen Tagen sollte der Motortausch über die Bühne gegangen sein. Außerdem würde eine schriftliche Bestätigung zur Garantieerweiterung des Motors um weitere 2 Jahre beiliegen.

Das sind gute Nachrichten!

Update 17.05.2017:  Hurra, hurra das E-Bike das ist da! Gestern Abend kam via SMS die erfreuliche Nachricht. Heute, in der Mittagspause gleich hingefahren, eine kurze Testrunde gedreht und ins Auto eingeladen.

Habe mich anschließend noch mit dem sehr freundlichen und kompetenten Personal über die neuesten Entwicklungen im S-Pedelec-Bereich ausgetauscht. Reichweitenverlängerung (2. Akku), Riemenantrieb, Bremslicht, Fern- und Abblendlicht. Sehr interessant. Da bekommt man sehr schnell Lust auf mehr (Diamant Zouma Elite, Charger von R+M).

Aber jetzt bin ich erst mal sehr froh darüber wieder ein fahrtüchtiges E-Bike mit neuem Motor Impuls 2.2 zu besitzen. Derby Cycle gewährt eine 2-jährige Garantie auf den Motor. Das ist sehr löblich zu erwähnen. Allerdings hoffe ich dass die Probleme mit dem neuen Release 2.2 endgültig behoben sind und ich diese Gewährleistung nicht benötige.

Freue mich auf morgen früh.

I am Back

Fast 3 Monate nach dem Sturz waren beide Handgelenke einigermaßen wieder hergestellt und ich wagte den ersten „Ritt“ ins Geschäft. Nachdem es die Tage vorher bereits trocken war und der Wetterbericht für Donnerstag bestes Frühlingswetter vorausgesagt hatte, wollte ich es unbedingt versuchen. Und es verlief ohne Komplikationen. Am Unfallort blieb ich kurz stehen, Gedenkminute quasi, und gab mir das Versprechen nie wieder bei miserabler Witterung mit dem E-Bike unterwegs zu sein. Ich fuhr weiter und bis auf die Tatsache dass das „Runterschalten“ mit dem rechten Daumen schmerzte, verlief die Tour ohne nennenswerte Auffälligkeiten. Allerdings war ich am Ziel ganz schön fertig. Der wegen der niedrigen Temperatur reduzierten Akkuleistung wegen fuhr ich nicht mit stärkster Motorunterstützung und so machte sich die im Winter verloren gegangene Kondition bemerkbar.

Tags darauf war ich erneut mit dem Rad im Geschäft. Den Unfallort hatte ich dabei gedankenlos passiert, Routine eben …

Ach ja, die Knackgeräusche, welche bereits im Dezember wieder aufgetreten waren, haben sich verstärkt. Ich schätze dass die nächste Motorreparatur noch vor Ostern anstehen wird.

Es gibt schlimmeres!