„Power“ – Test

Wie bereits angekündigt wollte ich heute die Strecke zur Arbeit ausschließlich in der „Power“-Stufe bewerkstelligen. Anschließend die Tour-Daten beider Unterstützungsstufen „Sport“ und „Power“ vergleichen. Allerdings waren die äußeren Bedingungen ungünstig. Ein für diese Uhrzeit (6:30) ungewöhnlich starker Westwind machte mir einen Strich durch die Rechnung. Gestern hingegen hatte ich bei meinem „Sport“ – Test leichten Rückenwind. So war es auch nicht verwunderlich, dass ich nach 30 km, also 10 km vor dem Ziel, bei einer verbleibenden Restreichweite von eben auch nur noch 10 km meinen Versuch beendete und sicherheitshalber den „Sport“- Modus aktivierte. Am Freitag werde ich das Experiment wiederholen.

Distanz: 41,0 km
Höhenmeter: 250 m
Dauer: 78 min
Durchschnitt: 31,3 km/h
Restreichweite: 0 km

Freitag, 26.05.2017

Heute Morgen waren die Bedingungen besser. Kaum Wind, trocken und Temperatur von etwa 12° Celsius waren ideal. Ich bin mit einer Restreichweite von exakt 0 km im Geschäft angekommen. Allerdings nur, weil ich alles andere als sportlich, eher stromsparend fuhr. Mit relativ geringer Kadenz (70 Umdrehungen) und möglichst wenig Druck auf die Pedale konnte ich die Kraftunterstützung bei maximal 4 Balken, also 80%, halten. Das heißt aber doch jetzt, dass der „Power“-Modus im neuen Motor dynamischer bzw. verbrauchsintensiver abgestimmt ist als der „Power“-Modus des alten Motors. Oder aber dass die Akkuleistung über die Monate stark nachgelassen hat. Wahrscheinlich trifft beides zu. Im letzten Frühjahr konnte ich im Power-Modus noch volle Pulle in die Pedale treten und hatte, im Geschäft angekommen, immer noch Restreichweiten von über 10 km.

Distanz: 41,0 km
Höhenmeter: 250 m
Dauer: 74 min
Durchschnitt: 33,1 km/h
Restreichweite: 0 km

„Sport“- Test

Wie bereits beschrieben, glaube ich, dass sich beim 2.2 die Kraftentwicklung innerhalb der Unterstützungsstufen gegenüber dem Impuls 2.0 verändert hat. Generell haben alle Stufen mehr Drehmoment, so mein Eindruck. Heute Morgen habe ich mich dazu entschieden den Weg zur Arbeit ausschließlich im Sport-Modus zu fahren. Wenn ich mich nicht sehr täusche wäre das beim alten Motor nur unter sehr starkem Kraftaufwand möglich gewesen. Heute hingegen war ich überrascht wie „leicht“ es ging. Bei einer durchschnittlichen Kadenz von 60 bis 70 Umdrehungen / Minute zeigte der Radcomputer 3 von 5 möglichen Unterstützungsbalken an. Dabei bewegte ich mich auf der Ebene mit etwa 30 bis 35 km/h fort, bei normalem Kraftaufwand, also relativ entspannt. Nur einmal hatte ich für etwa 300 Meter den Power-Modus aktiviert. Bei identischer Kadenz und Kraftaufwand erhöhte sich die Anzahl der Unterstützungsbalken auf 4 bis 5. Die Leistungssteigerung war enorm.

Distanz: 41,0 km
Höhenmeter: 250 m
Dauer: 81 min
Durchschnitt: 30,4 km/h
Restreichweite: 19 km

Impuls 2.2

Heute Morgen bin ich nach einer gefühlten halben Ewigkeit endlich wieder ins Geschäft geradelt. Der neue Motor mit der Bezeichnung Impuls 2.2 arbeitete einwandfrei, keine Knack- oder Schleifgeräusche waren zu vernehmen. Bereits nach den ersten Metern war mir die im Gegensatz zum alten Impuls 2.0 stärkere Kraftentfaltung auf der 2-stärksten Unterstützungsstufe „Power“ aufgefallen. Nie hatte ich das Bedürfnis auf die maximale Unterstützungsstufe zu wechseln. Ich konnte ohne nenneswerten Kraftaufwand die Geschwindigkeit jenseits der 40 km/h halten. Ok, mit leichtem Rückenwind. Nach etwa der Hälfte der Strecke machte sich diese Erkenntnis auch beim Stromverbrauch bemerkbar. Der „Power“ – Modus hatte fast die Hälfte der Akkukapazität „gefressen“, was beim alten Motor definitiv nicht der Fall gewesen wäre. Ich schließe daraus, dass sich die Abstufungen der Drehmomentleistung auf die 4 Unterstützungsstufen geändert haben. Um Strom zu sparen bin ich vorsichthalber ein paar Kilometer im Unterstützungsstufe „Sport“ gefahren, bevor ich dann den letzten Streckenabschnitt wieder mit „Power“ absolvierte. Ich habe es sehr genossen.

Distanz: 40,9 km
Höhenmeter: 250 m
Dauer: 76 min
Durchschnitt: 35,3 km/h
Restreichweite: 0 km

Nachtrag 23.05.17: Die Durchschnittsgeschwindigkeit von  35,3 km/h kann nach den oben veröffentlichten Werten nicht korrekt sein. Da ist mir ein Fehler unterlaufen. Werde den Test am Mittwoch wiederholen.

Motordefekt – Nr. 3

Nachdem ich die ersten 1000 km in diesem Jahr zurückgelegt hatte war es leider wieder so weit. Die Knackgeräusche, der Tretwiderstand und das „Ritzelgeklappere“ im Getriebe nahmen bei der Fahrt am 13.04. morgens ins Geschäft derart zu, dass ich noch am selben Tag mit Händler und Werkstatt Kontakt wegen eines Reparaturtermins aufgenommen hatte. Am 18.04, nach den Osterfeiertagen, brachte ich es nach Stuttgart in die Werkstatt.

Obwohl ich mit einem Motordefekt bereits gerechnet hatte, und obwohl die Reparatur vom Händler anstandslos in Arbeit gegeben wurde, bin ich doch richtig enttäuscht. Zum einen, weil ich nun wieder mehrere Wochen auf das E-Bike verzichten muss, zum anderen, weil ich mit meiner Prognose über die Haltbarkeitsdauer von etwa 4000 km richtig lag. Was bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Defekts noch in diesem Jahr hoch ist. Wie soll das weitergehen? Selbst, wenn über die gesetzliche Garantiefrist hinaus zukünftige Motorreparaturen zu Lasten des Herstellers abgerechnet werden könnten, habe ich doch stets das Gefühl ein nicht einwandfreies Gefährt zu besitzen. Verkaufen? Ja, aber wer kauft ein E-Bike mit dieser Historie, bzw. wer möchte dafür Geld zahlen? Kann ich vom Rückgabe- bzw. Wandlungsrecht Gebrauch machen? Oh Mann!

Mit all diesen Fragen wollte ich mich nie beschäftigen. Ich wollte nur das Auto gegen ein S-Pedelec tauschen. Jeder, dem ich von meinen Erfahrungen erzähle, hat nur ein „Ja, ja, dachte ich mir schon, E-Motor nicht ausgereift“ übrig. Wasser auf die Mühlen derer, welche Elektromobilität ablehnen oder skeptisch gegenüberstehen.

Jetzt kann ich erst mal nur abwarten, und hoffen, dass nach einem Motortausch das Problem endgültig beseitigt sein wird. Vielleicht gibt es eine neue Hard- und / oder Software. Oder einfach nur ein Wunder.

Ich werde weiter berichten. Den derzeitigen Ampelstatus meines Experiments „E-Biken als Alternative zum Auto“ muss ich leider von Grün auf Dunkel-Gelb abändern.

Update, 08.05.2017, 3 Wochen nach Rückgabe des E-Bikes: Habe beim Händler nach dem Stand der Reparatur nachgefragt. Die Antwort war alles andere als hoffnungsvoll: „Der Motor ist aktuell im Rückstand beim Lieferanten!“

Was heißt das konkret? Warum ist der Impuls 2.0 im Rückstand? Toll!

Update, 12.05.2017: Über Elektrofahrrad24 habe ich die Information erhalten, dass die erwartete Charge neuer Impulse-Motoren bei Derby/Cycle eingetroffen ist. In wenigen Tagen sollte der Motortausch über die Bühne gegangen sein. Außerdem würde eine schriftliche Bestätigung zur Garantieerweiterung des Motors um weitere 2 Jahre beiliegen.

Das sind gute Nachrichten!

Update 17.05.2017:  Hurra, hurra das E-Bike das ist da! Gestern Abend kam via SMS die erfreuliche Nachricht. Heute, in der Mittagspause gleich hingefahren, eine kurze Testrunde gedreht und ins Auto eingeladen.

Habe mich anschließend noch mit dem sehr freundlichen und kompetenten Personal über die neuesten Entwicklungen im S-Pedelec-Bereich ausgetauscht. Reichweitenverlängerung (2. Akku), Riemenantrieb, Bremslicht, Fern- und Abblendlicht. Sehr interessant. Da bekommt man sehr schnell Lust auf mehr (Diamant Zouma Elite, Charger von R+M).

Aber jetzt bin ich erst mal sehr froh darüber wieder ein fahrtüchtiges E-Bike mit neuem Motor Impuls 2.2 zu besitzen. Derby Cycle gewährt eine 2-jährige Garantie auf den Motor. Das ist sehr löblich zu erwähnen. Allerdings hoffe ich dass die Probleme mit dem neuen Release 2.2 endgültig behoben sind und ich diese Gewährleistung nicht benötige.

Freue mich auf morgen früh.