1000 KM

Die ersten 1000 km sind zurückgelegt, Zeit für ein erstes Resümee.

Ziel meines Experiments war und ist es die Alltagstauglichkeit eines Pedelecs bezüglich Berufspendeln von 40 km (einfache Strecke) zu untersuchen. Wegen der relativ weiten Entfernung zur Arbeit und da ich eine Durchschnittgeschwindigkeit von über 30 km/h anstrebte, hatte ich mich vor 5 Monaten für ein schnelles Pedelec entschieden. Damit war aber auch klar dass ich kein Fahrrad mein Eigen nennen durfte, sondern ein Kraftfahrzeug mit Versicherungspflicht. Fahrradwege würde ich folglich nur noch dann benutzen dürfen, wenn sie speziell für Krafträder ausgewiesen sein würden. Innerhalb geschlossener Ortschaften generell nicht. Es hatte einige Zeit und Fahrten gebraucht bis ich die für mich optimale Strecke identifiziert hatte. 40% Landstraße, 30% Radwege, 30% geteerte, für Landwirtschaft freie Straßen. Optimal heißt für mich möglichst wenig stark befahrene Straßen zu benutzen, selbst wenn sich daraus Umwege und „Rechtsunsicherheiten“ ergeben. Denn, was ich sehr schnell gelernt hatte war, dass ein E-Biker im Straßenverkehr von anderen motorisierten Verkehrsteilnehmern nicht wirklich gleichberechtigt wahrgenommen wird. Umso wichtiger ist es vorausschauend zu fahren und generell mit Fehlern anderer zu rechnen. Oft waren (und sind) Autofahrer mit der Einschätzung der Geschwindigkeit eines E-Bikes überfordert. Da wird schnell nochmal bspw. kurz vor einem Kreisverkehr überholt, oder rechts abgebogen ohne den Radweg zu beobachten. Wer als Radfahrer auf sein Recht pocht, liegt am Boden. Je eher der E-Biker das erkennt, umso sicherer und stressfreier ist er unterwegs.

Ursprünglich hatte ich die Hoffnung mit einer einzigen Akku-Ladung den Weg in die Arbeit und zurück zu schaffen. In der niedrigsten Unterstützungsstufe (Eco) ist das zwar möglich, allerdings ist der Kraftaufwand dafür zu groß. Inzwischen benutze ich generell die maximale Motorunterstützung „Power-Sport“, welche den Akku zwar nach etwa 50 km leert, den Fahrspaß allerdings maximiert. Mit wenig körperlicher Anstrengung bis auf knapp 40 km/h beschleunigt zu werden, macht einfach nur Spaß … und süchtig. Um das Ladegerät nicht ständig mit zu führen habe ich mir ein zweites gekauft und auf der Arbeit deponiert. Für eine Strecke benötige ich etwa 1 Stunde und 10 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt irgendwo zwischen 30 und 35 km/h.

Über die hochwertige Ausstattung des Endeavour S10 und das stets sichere Handling habe ich mich bereits in früheren Beiträgen durchwegs positiv geäußert. Das bisweilen nervige Motorknackgeräusch ist fast völlig verschwunden. Geändert habe ich meinen Fahrstil. Rechtzeitig und vorausschauend „runterschalten“, insgesamt harmonisch (rund) treten, bei maximalem Motorunterstützungsgrad.

Fazit: Das Kalkhoff Endeavour S10 erfüllt die Anforderungen an ein Pendler E-Bike zu 100%. Das Preis-Leistungsverhältnis ist optimal. Kauftipp! (vor allem da es Händler mit teilweise erheblichem Rabatt anbieten).