Premiere – die erste Fahrt ins Geschäft

Die Wetterprognose versprach die Möglichkeit der ersten Fahrt in die Arbeit bereits Ende Januar. Ab einer Temperatur von 5° morgens wollte ich es wagen. Am 27. Januar war es so weit. Warm eingepackt wie für eine Arktisexpedition (lange Unterwäsche + lange Hose, Rollkragenpullover, Shirt und Jacke, Überschuhe, Handschuhe, Gesichtsmaske), motiviert bis in die Haarspitzen. Der Rad-Computer prognostizierte eine Reichweite von 103 km im Sportmodus. Die erste Erkenntnis nach bereits wenigen Kilometern war, dass der Spiegel absolut notwendig ist. War ich es bisher gewohnt mal kurz den Kopf nach hinten zu drehen, um den Verkehr zu beobachten, hatte ich jetzt die mir folgenden Autos stets gut im Blick. Gibt Sicherheit und erhöht die Aufmerksamkeit. Es läuft …

Nach etwa der Hälfte der Strecke musste ich meiner hohen Geschwindigkeit Tribut zollen. Meine Muskelkraft ließ merklich nach. Oh je, jetzt schon, dachte ich. Also habe ich den Unterstützungsmodus „Power“ aktiviert. Sofort war ich in der Lage meine Geschwindigkeit bei gleicher Belastung um etwa 7 km/h zu erhöhen. Das Problem, welches ich nun aber hatte, war, dass der Akku seine Leistung lediglich noch für 50 km im Powermodus zur Verfügung stellen „wollte“, die zu bewältigende Strecke inklusive Rückfahrt allerdings noch 60 km betrug. Folglich habe ich streckenprofilabhängig mehrfach die Unterstützungsstufen gewechselt, immer im Hinterkopf, dass ich die 40 km zurück, zumindest im Sportmodus noch schaffe. Letztlich habe ich, so meine Einschätzung, etwa 30% der Strecke in die Arbeit im Powermodul absolviert. Für die Rückfahrt blieben mir noch 55 km Restreichweite im Sportmodus. Sollte ausreichend sein. Dachte ich …

Nun aber zum Problem. Beim Aufstieg auf die Filderebene hatte der Motor Geräusche entwickelt, die mich an ein Knacken oder metallisches Reiben oder Quietschen erinnerten. Immer dann, wenn im Powermodus der Unterstützungsbalken hoch war, bei Anstiegen beispielsweise. Bei „entspannten“ Wegstrecken wurde das Geräusch leiser und verschwand wieder. Sehr ärgerlich, weil ich nicht weiß was das bedeutet. Ich werde mich in den E-Bike-Foren mal umhören und natürlich aufmerksam verfolgen, wie sich das mit dem Geräusch entwickelt.

Die Flurwege auf der Filderebene, welche ich bisher im Sommer gewohnt war mit dem Rennrad zu benutzen, waren auf Grund der nassen Witterung und weil die Wege von landwirtschaftlichen Fahrzeugen befahren werden, teilweise verschlammt. Zügiges Fahren war nicht immer möglich. Ich werde diese für den Autoverkehr gesperrten Passagen durch „echte“ Straßen ersetzen müssen, welche zwar nicht verschmutzt, allerdings vom Berufsverkehr sehr hoch frequentiert sind. Aufpassen!!

Ok, fasse ich noch einmal zusammen.

  1. Der Powermodus ist für mich als Pendler der richtige Unterstützungsmodus. Im Sportmodus verbrauche ich zu viele Körner um die Fahrt mehrmals pro Woche durchzuhalten.
  2. Der Rückspiegel gibt Sicherheit im Straßenverkehr, unbedingt notwendig!!!
  3. Die „ungesunden“ Geräusche aus dem Inneren des Motorgehäuses trüben das Bild von der ersten gelungenen Fahrt ein, es bleibt ein fader Beigeschmack.

Es gilt herauszufinden wie lange ich im Powermodus Unterstützung erfahren kann. Falls der Akku nach der Hinfahrt mit Powerunterstützung noch genügend Leistung hat um mich am Abend im Sportmodus nach Hause zu bringen, sollte ich damit erst mal „leben“ können. Alternativ könnte ich mir ein Akkuladegerät zum Nachladen auf der Arbeit zulegen. Mal sehen.

Leistungsdaten der Fahrt:

Restreichweite Sportmodus vor der Fahrt: 103 km
Distanz: 40,3 km
Zeit: 01:22:52
Durchschnittsgeschwindigkeit: 29,1 km/h
Restreichweite Sportmodus nach der Fahrt: 55 km
Restreichweite Powermodus nach der Fahrt: 28 km

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